Posts by bilderschmied

    Wenn man lasierend arbeitet kann ein einziger Blauton schon ausreichen. Für die dunklen Bereiche empfiehlt sich ein mit orange gemischtes dunkles grau, bei transparenten Schichten würde ich die dunkelsten Stellen zuerst damit damit anlegen (nicht zu viel!), dann Schicht für Schicht mit dem von dir favorisierten Blau darüber aufbauen. Der Lasur-Effekt bringt Tiefe in die dunklen Stellen.
    Wenn du mit deckenden Farben arbeitest, dann fang mit einem Hellblau an, dem hellsten in den Flammen vorkommenden Blau und lege dann Schritt für Schritt dunklere Blautöne drüber.

    Ich hoffe das hilft irgendwie...

    Zur Creos kann ich sagen dass sie toll verarbeitet ist und ein sehr gutes Spritzbild abliefert, gerade und besonders für Flächen. Ihre Nadel/Düsen-Abstimmung ist auch für feine Details ungeeignet, feine Linien bekommt man ihr schlichtweg nicht hin, dafür gibt es andere 0,5er Pistolen. Den Flachstrahl-Kopf habe ich noch nicht ausprobiert, aber es würde mich wundern wenn bei solch einem durchdachten Gerät etwas nicht im Sinne des Erfinders funktionieren sollte.
    Als Griff habe ich übrigens einen alten Sata-Dekor-Griff dran, der passt perfekt!

    und wenn ich ihn das

    missbräuchlich trotzdem antue wird er nicht lange funktionieren.

    Absolut! Das Ding wird sehr schnell heiß werden, mit etwas Glück in den Überlastungsmodus schalten und so lange nicht mehr anspringen bis es sich auf der sicheren Seite der Betriebstemperatur fühlt, was u.U. (und vor allem subjektiv) sehr lange dauern kann. Ich hatte mal einen Silent Kompressor mit 50l/min. Ansaugleistung, und bei Dauerbelastung (Wandmalerei) und 0,7er Düsen kam der regelmäßig an seine Grenzen und nahm sich eine längere Auszeit. Der Düsendurchmesser alleine ist auch für den Luftverbrauch nicht entscheidend, es gibt auch z.B. 0,4er Pistolen die deutlich mehr Luft benötigen als andere 0,4er, oder mit höherem Druck "gefahren" werden wollen um ein homogenes Spritzbild zu erzeugen. Die Fischer SA4 ist z.B. so ein Kandidat.

    Ist richtig gut geworden!
    Wenn es mir erlaubt ist, möchte ich bloß erwähnen dass ich die weißen highlights am Körper etwas unhomogen empfinde, sie integrieren sich nicht so recht in den Rest der Biene. Aber nix dramatisches!

    Ja, die Art und die Häufigkeit der Anwendung sollte die Equipment-Auswahl bestimmen.
    Um welche Art Acryl-Lack handelt es sich hier denn genau? Vielleicht hilt's auch wenn du uns die Arbeitsvorgaben noch etwas genauer beschreibst...

    Ach ja, persönlich würde ich an solchen, doch relativ kleinen Flächen mit dieser Pistole hier (0,5mm) arbeiten, wenn die Farbe von der Konsistenz her passt. Sehr gute Zerstäubung und Sprühverhalten für Flächen, aber für feine Linien ungeeignet. Der Luftverbrauch hält sich auch in Grenzen.

    Um eine vernünftige Düsengröße zu ermitteln muss man auch die Konsistenz der zu sprühenden Farbe mit einbeziehen. Mit einer Airbrush-Pistole mit 0,8er Düse (oder 1,0) kann man auch Industrie-Lacke sprühen, wenn diese entsprechend verdünnt sind, da muss man etwas experimentieren. Kleine Lackierpistolen sind von Düse/Nadel her jedenfalls so beschaffen, dass mit ihnen, selbst bei gleichem Düsendurchmesser wie eine Airbrush, auch "dickere" Farben durchgehen, dafür ist die Zerstäubung nicht ganz so fein. Airbrushes mit dicken Düsen sind z.B. die Paasche VL, Thayer Vega oder die Badger Crescendo, bei allen hat die "M"(2)-Düse um die 0,75mm, die "L" (oder 3 genannt) 1mm. Diese Pistolen verbrauchen weniger Luft als eine Lackierpistole (wie z.B. Walther Pilot II, Sata Minijet oder Krautzberger Mignon, jeweils mit 0,8mm), aber immer noch genug um einem kleinen Airbrush-Kompressor sehr schnell die Luft ausgehen zu lassen. Wie viele Stunden muss denn der Kompressor täglich laufen? Je nach Arbeitsintensität kann z.B. selbst ein Implotex mit 850 Watt (welcher theoretisch ausreichen würde) bei dicken Airbrushes schon mal heiß werden und sich abschalten. Auf der sicheren Seite wärst du z.B. mit sowas wie diesem hier aufwärts...

    Dieses Foto von 2015 ist mir kürzlich wieder in die Hände gefallen. Ein Kunde von Pinball-Dreams wollte für seinem T2-Flipper einen Terminator im Innern des Flippergehäuses, der gerade im Begriff ist dieses zu durchbrechen. Man sieht ihn also nur wenn man das Gehäuse öffnet, was in der Regel nur im Service-Fall notwendig ist. Aber mir kann's ja egal sein, ich male ja nur!


    In dem Laden kostet nix mehr als 88€, das kann für den Käufer wohl nur nach hinten los gehen.
    Aber sowas ist mir bisher noch nicht untergekommen, ich kann gar nicht einschätzen was da für Machenschaften ablaufen, dafür fehlt mir die notwendige kriminelle Energie...sitzen die in irgendeinem rechtsfreien Raum oder sowas?

    Auch wenn die in Deutschland bisher kaum vertreten sind, die Mr. Hobby CREOS-Pistolen sind wirklich absolut empfehlenswert! Meine Freunde von Pinball-Dreams haben 2 Stück (0,2 und 0,3mm) täglich im Einsatz, das sind in Anbetracht des geforderten Betrages wirklich ganz hervorragende Geräte!
    Die Preise schwanken zwischen Deutschland und Holland extrem, aber ich kann sagen dass der holländische Händler absolut vertrauenswürdig ist, da gibt's auch alle Ersatzteile (von denen viele mit Iwata kompatibel sind!).
    Nichts gegen Harder&Steenbeck, auch klasse Geräte die ich sehr schätze, aber Alternativen zu kennen ist nicht unbedingt verkehrt!

    Wie kommt ein Saarländer an so einen Auftrag im Emsland?

    Ja, das ist wieder eine eigene Geschichte...ich hatte dem jetzigen Besitzer (damals war er noch IT-ler und Netzwerktechniker in Hannover, vornehmlich für Banken und hat einen Haufen Kohle verdient) mal über ein Rasurforum (ja, sowas gibt's!^^) ein Rasiermesser abgekauft, so kamen wir ins virtuelle Gespräch. Und irgendwann, als er die Nase von den Bänkern gestrichen voll und in Folge den Campingplatz im Emsland erworben hatte, kam er auf mich zurück, er wusste bereits was ich so mache, und allzu viele von der Sorte gibt's ja nun auch wieder nicht.
    So verbrachte ich dann fast einen halben November auf dem Campingplatz, schlief im Wohnwagen und malte viele Stunden täglich.
    Nebenbei habe ich dann noch so manches über die Führung eines Campingplatzes erfahren, Mann, das ist nicht ohne!
    Jedenfalls war der Aufenthalt dort jede Minute wert!

    Das ist jetzt schon ein paar Jährchen her und die Fotoqualität ist mies, aber ich möchte es dennoch hier mal zeigen, es war halt ein sehr spezieller Auftrag.
    Der Campingplatz "Blauer See" im Emsland hatte einen neuen Besitzer bekommen und im Zuge der Renovierung hatte dieser die Idee die Waschräume bemalen zu lassen.
    Der Untergrund war lackiert, der musste also erst mal ordentlich angeschliffen werden, damit überhaupt Haftung da war. Und hinterher kam dann auch wieder dick Klarlack drauf.

    Hält immer noch...



    Das untere ist der Herrenwaschraum, noch ohne montierte Spiegel...

    Na wunderbar, das wäre dann schonmal geklärt!

    Demnächst stelle ich mal ein paar Bilder ein, damit die Unterschiede zu Iwata deutlich werden.

    Die Sagola Alu-Griffe könnten gerne etwas mehr "Fleisch" haben, deshalb schraub ich manchmal was anderes dran...