Nadelreparatur

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    • Nadelreparatur

      Hallo Leute,

      der eine sagte: "Nein bloß nicht dran schleifen - lieber neu" - andere "tunen was das Zeug hält".

      Hier schon mal mir bekannte Methoden:

      1) Leicht krumme Nadel: Zuerst muss die Nadelspitze wieder gerichtet werden. Dazu wird die Nadel zwischen zwei harte Lineale gespannt und gedreht. Mit der Lupe prüfen wie es aussieht. Dann gehts mit Nassschleifpapier weiter. Also etwas Flüssigkaiet aufs Papier und dann schön lgeichmäßig drehen und die Nadel im vorderen Bereich schleifen. Ab 800er Papier macht es Sinn.

      2) Damit nicht so viel Farbe an der Nadel haftet, wurde auch schon berichtet, das Polierpaste zur Verwendung kam.

      Gruß,

      Roger Hassler
    • Naja, in den Kursen geht schon mal was kaputt - außerdem fällt mir oft mal was runter... wie Du dich evt. erinnern kannst ;) Aber ich hatte auch schon Geräte aus USA, da musste man vor Inbetriebnahme nochmal die Nadelspitze optimieren. Bei uns in den Bodypainting-Seminaren arbeiten wir mit größeren Düsen und dementsprechend auch grüberen Nadeln. Wenn die mal einen Schlag vorne weg haben, lässt sich das gut wieder herausschleifen. Gruß, Roger
    • ich bekenne ...ich machs auch

      ausser es ist wirklich ein harter Fall von verbiegung habe ich fast alle wieder hinbekommen und noch lange damit gut gearbeitet .
      Was ich festgestellt habe ist zwar auch je hochwertiger das Nadel material ist je besser gehts wieder zu richten die billigeren exemplare sind spröder und nicht so gut reparabel.
      einen bunten gruss von Andrea
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    • Servus Luka,

      Es kommt, wie schon bereits erwähnt auch darauf an, welche Gun aus welchen Material du vor Dir liegen hast.
      Bei einer Iwata z.B. Zahlt es sich eher aus, diese zu reparieren.
      Und es kommt schon mal vor.
      Einmal die Nadelschutzkappe weg genommen, und unvorsichtig abgelegt, und schon hat die Spitze einen "Knick in der Optik".
      Natürlich kommt es auch darauf an, wie stark die Nadel verbogen ist.
      Hat die Nadel vorne einen Knoten (näää so schlimm hat es noch keiner geschafft) ist es wohl besser, sich eine Neue anzuschaffen.
      Bei nur geringfügiger Beschädigung kann es aber schon Sinn machen.

      Bei Nadeln aus weichen Material (z.B. Neusilber) oder schlechter Legierung verbiegt sich die Nadel zwar schneller, ist aber nicht mehr so gut zu reparieren.
      Bei solchen kostengünstigen Nadeln, ist es außerdem auch eher schwer die erforderliche Aerodynamik wieder herzustellen.
      das Spritzbild wird somit schlechter.
      Da würde ich dir auch zu einer neuen raten.

      Was jedoch viele gerne vergessen:
      Die Nadel wird häufiger im Gebrauch verbogen. Was heißen soll, sie befindet sich noch in der Düse.
      Wenn du die Nadel jetzt herausziehst, besteht ein Risiko, daß du die Düse ebenfalls beschädigst.
      Daher ein kleines bisschen Ausrichten, bevor du die Nadel herausziehst, kann nicht schaden.
      Mit farbigen Grüßen
      o.LIVE.r

      atelier-modern-art.at

    • Mmmhhhh :S ! O.k. ist klar! Das sind alles Aspekte die ich bisher nicht weiter zu berücksichtigen hatte. Wie gesagt, ich brushe meist nur in den Wintermonaten und dann auch nur wenn ich wirklich Zeit habe oder einen Auftrag bekomme. Ja und da passiert es eben nicht zu oft das sich was "verbeult"! :D
      wer nicht fragt, bleibt dumm
      http://brusher.oyla23.de/
    • Hallo Freunde,

      hier hole ich mal das ganze "Nadelthema" nach oben. Solche Geschichten sind eigentlich immer Aktuell.

      Gehen wir hier der "Nadelgeschichte" einmal etwas auf den Grund. Es gibt viele Metall Legierungen, Ausführungen und Berarbeitungsverfahren bei Airbrushnadeln. Es gibt genau so viele Gründe warum eine solche Nadel einen Defekt haben kann, und ebenso viele warum sich ein polieren auszahlt.

      Die meisten Nadeln die mir bis jetzt unter die Augen gekommen sind wurden nicht mechanisch durch Stöße auf den Nadel bzw. Düsenkopf verbogen, sondern ganz oft beim einführen durch das Nadelspannfutter und ganz speziell im Inneren des Korpus beim einfädeln durch die innere Nadeldichtung. Oft werden die Nadeln nicht gefettet und nur bis zum Widerstand vorgeschoben ohne die Nadel dabei leicht hin und her zu drehen. Da legt sich die sehr feine Spitze gerne um. Damit stimmt natürlich auch der ganze Luftstrom beim Sprühen nicht mehr genau. Die Düse selbst nebst der Dichtung des Nadelsitzes wird durch die extrem scharfkantige Spitze in Mitleidenschaft gezogen. Daher ist es ratsam bei der ersten Demontage zuerst das Spannfutter zu überprüfen ob es auch keinen Bearbeitungsgrad im inneren aufweist. Das kommt öfter vor als man glaubt. Wichtig ist auch darauf zu achten das sich die Nadel beim einfädeln durch das Spannfutter sehr leicht nach vorne schieben lässt. Falls es hakt ist es besser die Nadel noch mal herauszuziehen und nach der Ursache zu suchen. Oftmals stimmt die Flucht zwischen dem noch lockeren Spannfutter und dem Dichtsatz im inneren des Korpus nicht ganz überein. Da stößt die Nadelspitze sehr leicht an die Verschraubung der inneren Dichtung. Etwas Druck auf die Nadel und schon ist die sehr filigrane Spitze leicht verbogen. Gerade bei Nadeln der Größen 0,15 bis 0,2 .

      Die Nadelspitze hat also im übertriebenen Sinne schon einen kleinen fühlbaren "Anglerhaken" . Das stellt ihr ganz einfach fest, in dem ihr die Nadel mit der Spitze über ein ganz feines Stoffvlies im leichten Winkel zieht. An der Spitze darf nichts hängen bleiben. Schon gar kein Faden oder "Fussel". Ist das aber der Fall, und darum geht es hier, dann ist jetzt das korrekte Vorgehen gefragt.

      Hier ein Bild dazu.



      Muß die Nadel poliert werden, dann sollte man etwas genau arbeiten. Dazu gibt es im Netz immer sehr gut gemeinte Ratschläge und "Hausmittelchen". Einige verbreitete Ratschläge werden leider oft ohne eigene Erfahrungen verbreitet und beziehen ihre Substanz leider nur vom Hörensagen. Zugegeben einige gute Ratschläge gibt es. Aber die findet man selten wenn man sie gerade braucht. Zurück zum Thema. Das polieren der Nadel hängt natürlich davon ab wie stark die Spitze verbogen ist. Meist ist es nur eine geringe aber doch störende Geschichte. Zuerst muß die Nadelspitze gerichtet werden. Das lässt sich in geringem Maße mit einer sehr scharfen Qualitätspinzette richten. Je dünner die Nadelspitze um so einfacher ist es.

      Hier ist so eine "Technische" Pinzette.



      Wenn die Nadelspitze in "Form" gebracht ist geht es an die eigentliche Arbeit. Das polieren. Das erfordert etwas Geschick, ein gutes Auge und eine ruhige Hand. Und die richtigen Mittel dazu. Natürlich hat man nicht immer alles zu Hause. Man kann sich aber trotzdem etwas helfen. Dazu kommen wir aber später. Ich poliere Nadeln auf einem sogenannten "Belgischen Brocken" ( 8000 Körnung ) mit Honing Oil. ( Honing Oil. Nicht Honig. :D ) Also einem Öl zum schärfen von hochwertigen Messerklingen oder Rasiermessern. Hat man das nicht zur Hand dann nimmt man am besten Zahnputzpulver oder Zahnweiß für Raucher. Diese Sorten besitzen einen etwas höheren Anteil an abrassiven Kreidepartikeln. Ideal zum polieren geeignet. Und schön darauf achten das der Winkel und die Drehung beim polieren stimmt. Dazu gibt es aber später noch ein paar Tips wie man den richtigen Winkel herausfindet und einhält. Ihr könnt natürlich auch Schleifpaste und Leinen zum polieren nehmen.

      Hier mal ein paar Bilder dazu.





      Hier seht ihr so ein spezielles Schärföl. Es ist sehr zäh in der Konsistenz. Ein Tropfen genügt von dem Zeug.



      Zum Abschluß ziehe ich die Nadelspitze noch auf dem Abziehriemen aus Rindleder ab. Dazu könnt ihr auch Alternativ einen ungefärbten weichen Ledergürtel nehmen. Der Lederriemen entgratet die Spitze. Das kann der Abziehstein nicht so einfach. Da ist das Leder besser geeignet.



      Die fertige Nadel.




      Text in Bearbeitung.


      Gruß
      Mitch









      "Je tiens à remercier encore une fois les rapporteurs pour leur travail approfondi."

      Dieser Beitrag wurde bereits 27 mal editiert, zuletzt von Mitch ()

    • ich reinige mit allem was dazu gehört von der bürste bis zur Reinigungsnadeln einzige unterschied ist es bei der pistole und zwar hab mir vor kappe 2 Monate ne iwata cm sb 2 gekauft und das problem 2 mal gehabt davor hab ich mir ne evo gearbeitet und nie Probleme gehabt
    • Danke für den Tipp werde ich versuchen. Ein Freund von mir hat gesagt das sein Kumpel der selber auch Brushen tut gemeint hat das dieses Problem manche iwatas haben aber an was es liegt ist nicht bekannt, meinte bloß das ihn ein Profibrusher gesagt hat das es hilft wenn mann die Nadel bei vollständigen einschieben die Nadel in der Düse eindrehen muss und erst dann mit der Nadelklemmmutter Fest drehen soll er hätte das Problem selbst, naja hab es aber nie versucht aus Angst vor Beschädigung der Düse. Gruß