ohne Haftung

  • Moinsen,

    liebe Leute, es geht sich um Folgendes:

    Wie stellen Modellbauer, die verwinkelte Modelle lackieren möchten, sicher, dass der Lack auch hält?


    In der Regel ist es ja notwendig, verschiedenste Materialien wie Metall, Kunststoff, etc. vor dem Lackieren zuerst anzuschleifen,

    welche Schleifgänge mit welcher Körnung soll hier aber nicht das Thema sein.


    Vor kurzer Zeit hatte ich eine Kunststoffdose ohne Anschliff lediglich mit Haftgrund versehen, bevor ich mit der Airbrushpistole Farbe aufgetragen habe.

    Ich weiss nicht, wie ich überhaupt loslegen konnte, ohne vorher anzuschleifen...



    Auch Haftgrund benötigt natürlich entsprechende Vorarbeit, er stellt ja schliesslich lediglich sicher, dass die Farbe auf dem Haftgrund hält, der Haftgrund selbst liess sich hier mitsamt der Farbe wie eine Pelle abziehen,

    ... somit keine Besonderheit.


    Nach dem Abpellen der kompletten Schicht, war fast so, wie Haut nach einem Sonnenbrand abpellen... , habe ich dann den Deckel schön fein angeschliffen, damit hielt die ganze Chose dann auch.



    In diesem Fall war das Anschleifen natürlich kein Problem, da es eine ebene Fläche ist,

    aber

    WIE SCHLEIFT IHR EURE MODELLE?

    Von Hand kommt man ja kaum in kleine zerklüftete Ecken etc.


    Winfried (Wisent Winni) erwähnte einmal, dass er mit einer kleinen Pistole strahlt, mit welchem Medium erinnere ich jetzt nicht,

    diese Technik kann ich mir aber in meiner Airbrushhöhle nicht vorstellen, es sein denn, man hat eine kleine Sandstrahlkabine. (oder Glasstrahl?)


    Also, wie macht Ihr das ??


    Wolle will´l s wissen

  • Ich hatte mir mal vor 2 Jahren eine Kunststoffbox umgebaut. Die Anregung fand ich bei Youtube. So konnte ich mit 2 Händen die in Gummihandschuhen steckten, das Teil mit einer Hand halten und mit der anderen Hand die minni Strahlpistole bedienen. Durch den geschlossenen Deckel auf das Werkstück schauen.

    Gruß

    Hans

  • Ich denke, Strahlen ist auf jeden Fall besser und einfacher!

    Wie soll ich denn überhaupt ein Modell, mein Hubschraubermodell beispielsweise, von Hand schleifen, ich komme ja überhaupt nicht an viele Stellen.

    Die Einstellung des Strahldruckes und das Strahlgut selbst definiert dann quasi die Körnung?

    Blechkarosserien alter Autos werden beispielsweise zur Schonung des Bleches ja mit Trockeneis gestrahlt.

    Glasperlenstrahlgut wird ja ebenfalls gern verwendet.

    Das Modell aus Kunststoff soll ja nicht verformt oder verändert werden, feine Strukturen sollen ja erhalten bleiben.

    Das Strahlen ist schon wieder eine Wissenschaft für sich.

    Vielleicht meldet sich ja noch ein Modellbauer zu Wort...?

    Oder wird beim Modellbau was die Haftung betrifft bewusst hier und dort gepfuscht?

    Wolfgang grüsst

  • Nun gut, wenn es nur hingestellt wird und hübsch aussehen soll...

    Andere fliegende Modelle werden wohl eh zig mal gespachtelt und geschliffen, und zum Schleifen werden diverse geformte Feilen, mit denen man gut in irgendwelche Ecken kommt, benutzt.

    Nun habe ich noch ein wenig auf you tube geforscht...

    Frage wäre dann nur, wie hält der Spachtel.

    Das alles ist ein weites Feld.

    Danke Dennis