Wandmalerei "Stahl"

  • Für ein detailliertes Step-by-Step ist hier wahrscheinlich gar kein Platz, deshalb eine "Zeitraffer"-Version.

    Es geht um eine Auftragsarbeit für einen saarländischen Betrieb, der mit Eisen handelt, hauptsächlich mit Armierungen für Beton.

    Bis der endgültige Entwurf gefunden war hat es etwas gedauert, am Ende ist dann aber jeder froh etwas gefunden zu haben, mit dem man leben kann.

    Der Entwurf wurde mit dem beamer projiziert und mit Faber-Castell Aquarell-Stiften vorgezeichnet, die verschmieren nicht so wie Bleistift wenn man mal versehentlich mit der Handfläche drübergeht. Als erstes wurden dann die Schattenbereiche ausgearbeitet, in diesem Fall mit Hansa transparent grau. Auf dem folgenden Bild sind im unteren Bereich zwar schon Farben vorhanden, aber wegen der Gerüst-Kletterei habe ich mir die Arbeitsetappen so aufgeteilt dass ich möglichst viel Zusammenhängendes auf einer Ebene erledigt kriege bis ich wieder krabbeln muss. Man ist ja auch nicht mehr der Jüngste...^^


    Dann geht's weiter mit dem Anlegen der Farbflächen:



    Weil ich das Gerüst nicht ständig hin-und her schieben will, arbeite ich mich von Bereich zu Bereich, bis dieser soweit fertig gestellt ist, dass ich das Ding wieder etwas rüberschieben kann.

    Die 2 Typen auf dem Stahlträger waren mit Kurvenband maskiert der Stahlträger selbst mit Goldband, dann wurden mit transparenten Tönen (Wicked, Aquaflow) einzelne Farbschichten übereinandergelegt, bis es so aussieht wie ich mir das vorstelle.



    Hier ist das Gerüst schon etwas verschoben, der rechte Bereich wird ausgearbeitet.



    Der Stahlträger wurde demaskiert und gemalt, jetzt geht's an die rechte Person.



    Schicht für Schicht werden die Strukturen verfeinert und die Farben etabliert. Die Rosttöne enthalten Rot, Gelb, Violett und auch dunkles Braun, alle transparent.



    Der obere Bereich ist soweit fertig, jetzt kann das Gerüst weg und es kann unter dem Mauervorsprung weitergemalt werden.



    Das war's! Unten Rost, Eisen und Beton, alles freihand und in unbequemer, gebückter Haltung gemalt.

    Das ist der größte Nachteil bei der Wandmalerei, man muss manchmal wirklich bescheuerte Körperhaltungen einnehmen!

    Jetzt noch Lascaux UV-Schutz Matt aufgerollt und fertig!

  • Ach so ja, vergessen zu erwähnen, ich verwende kein schwarz, auch nicht in den dunkelsten Bereichen. Das sieht entweder aus wie ein Loch oder es "verschmutzt" die darüber liegenden Farben.

    Da gebe ich dir Recht.
    Schatten wenn dann mit Neutralgrau, womit ich eh gerne arbeite oder aber die Komplimentärfarbe...alles andere sieht "schmutzig" aus.

    Gruß, Thomas