Vintage, alt, restauriert

  • In der Hoffnung dass es einen solchen thread noch nicht gibt (habe jedenfalls keinen gefunden) möchte ich hier eine Anregung geben, doch mal Eure Raritäten, Einzelstücke, alten Teile, Pistolen längst vergangener Tage, untergegangene Marken und was sonst noch so dazu gezählt werden kann, vorzustellen.
    Ich selbst habe einige alte Dinger in Benutzung oder irgendwo rumliegen, in den nächsten Tagen werde ich sie auch mal fotografieren und einstellen (Fischer, Devilbiss, Efbe, Rich Phoenix, Izuyima, Krautzberger, etc).


    Ihr habt doch sicher auch noch was von früher übrig (oder gebraucht erstanden) was erwähnenswert wäre. Könnte eine lustige Diskussion werden...

  • hallo "bilderschmied",


    es gibt tatsächlich solch ein ähnlichen Beitrag, der ist aber aus 2010 und weniger erschöpfend ,daher verweise ich gar nicht erst.


    OK, fange ich mal an,

    das ist jetzt kein Historischer Brüller aber schon immer selten gewesen.

    AZTEK 4000 aus Mitte der 90er Jahre. Die Marke gibt es heute noch.

    voll einsatzbereit, und funktioniert heute noch wunderbar.


    Gruß Dennis

  • die Pistole deckt über die wechselbaren Düsen einen breiten Bereich der Möglichkeiten ab.

    man kann sehr fein für FineArt und gut dosiert arbeiten.

    Das einzige ist, bei Gewebeschlauch mit Schnellkupplung ist alles ein bischen hecklastig. Für längere Arbeiten schraube ich da den original leichten Plastikschlauch dran.


    Gruß Dennis

  • Dann mach ich mal hier weiter, wissend, dass ich die Augen wieder auf eine Metall-Aztec richten kann...:)


    Diese Pistole hier kam vor Kurzem aus Frankreich, gebraucht, und ich habe sie noch nicht benutzt, bin mir aber ziemlich sicher (aufgrund ihres Zustands und der Erfahrung mit anderen Fischers) dass sie ganz hervorragend funktioniert.

    Eine Fischer PS5, o,5mm Düse. Im Gegensatz zu anderen Fischers mit einer recht einfach gehaltenen Düsen/Luftkappe, im style der alten Grafos und Satas.

    Von den Anzeigen-Fotos her hätte ich auf eine wuchtigere Pistole getippt, etwa wie eine EFBE BII oder CII, ein Riesending, aber sie ist tatsächlich recht filigran.
    Der Hebelmechanismus läuft wunderbar weich. Das Original-Kaufdatum ist einem der Fotos zu entnehmen...

  • Hier noch eine Fischer, Paris, das damalige Topmodell GI83.

    Da kostete das Set in den 80ern über 800DM. Die älteren unter uns werden sich an diese Währung erinnern...

    Die hier gezeigte Version ist die erste GI83, der Seitenbecher kann nur an der rechten Seite angesteckt werden, die späteren Ausführungen haben einen beidseitigen Anschluss, wobei der nicht-benutzte mit einem schicken Pfropfen verschlossen werden kann.
    Das Set hier kam mit 0,3, 0,4 und 0,5mm Düsen/Nadelsätzen mit entsprechenden Köpfen, zusätzlich habe ich noch ein 0,2er Set. Die 0,5er Nadel ist mit der der PS5 identisch, nicht jedoch die Düse. Ansonsten ist dies eine ganz hervorragende, top verarbeitete Pistole die butterweich läuft und ein sehr gutes Spritzbild liefert. Kleiner als 0,3 ist bei Fischer eigentlich nicht notwendig, auf dem Beipackzettel erkennt man vielleicht wie fein der Typ in der Endkontrolle mit der montierten 0,3er Düse seine Linien gezogen hat. Und von Fischer gab es sogar 0,1er!
    Die Düsenkappe ist zwar 2-teilig, man kann aber mit abgenommener vorderer Kappe nicht sprühen, die ist integraler Teil des Luftkanals. Leider...


  • Hier noch eine Fischer, Paris, das damalige Topmodell GI83.

    Da kostete das Set in den 80ern über 800DM. Die älteren unter uns werden sich an diese Währung erinnern...

    Mann, Mann, Mann... da kommen Erinnerungen auf. Ich hatte dieses Set Anfang der 80er. Kann mich noch genau an das gelbe Köfferchen und die 0,1 Düse erinnern. War ganz schön nervig die Farbe so hinzukriegen das man die sauber durch die Düse jagen konnte. Hab sie leider irgendwann mal abgegeben...

    Gruß Heinz

  • Und noch eine Fischer, die genaue Bezeichnung weiß ich jetzt gar nicht mehr, irgendwas mit GI Top 02 oder so...
    Sehr angenehm ist der steckbare Griff, die Idee wurde Jahre später von Badger auf ähnliche (aber etwas andere) Weise bei der Crescendo übernommen.
    0,2er Düse, sehr gut zu handhaben und tolles Spritzbild. Die Steckdüse ist mit den anderen Fischers nicht kompatibel...und ich habe keinen Ersatz!!!


  • Die hier kennt jeder, eine Ikone seit den 50ern oder so...Devilbiss Aerograph Super 65.

    So mancher Illustrator hat den ein oder anderen Fingerkrampf durch die stramme Triggerfeder davongetragen, das war schon ein forderndes Teil!
    die hier hat eine Feder aus einem 4-Farb-Kugelschreiber bekommen, geht also schön weich.
    Meine andere hab ich im Chuck-Norris-Trigger-Zustand gelassen...
    Die 0,15er Steck-Düse sowie alles andere an dem Teil ist toll verarbeitet und das Spritzbild wunderbar!
    Was viele nicht wissen ist, dass man auch mit abgenommener Nadelkappe sprühen kann, die Düsenkappe sieht zwar einteilig aus, ist sie aber nicht!
    Ersatzteile hab ich noch ein paar und auf ebay-Kleinanzeigen hab ich sogar eine Handvoll Teflon-Dichtungen gefunden!
    Aus England habe ich auch noch einen recht groben 0,65er Düsen-Nadelsatz, also alles paletti!


  • Einer geht noch, um der lieben Vielfalt Willen muss ja doch noch ein Japaner in die Runde geworfen werden! Eine Izumiya Y-2, oder auch Holbein Y-2, die waren baugleich (oder sowieso vom selben Hersteller). 0,2er Schraubdüse und ein extreeeem langer Nadelkonus, das Ding läuft vorne ewig lang sehr spitz und dünn zu, die verbiegt sich schon beim anschauen! Wurde auch mehrmals gerichtet, ich habe nur eine Nadel! Aber eine Top-Pistole, schade dass die nicht mehr gebaut wird!


  • Da fällt mir auf, dass noch gar kein Amerikaner im Spiel ist...tja, da hab ich noch eine Perle, und zwar ein hierzulande recht unbekanntes Gerät von Thayer&Chandler, die Elite A aus den 70ern oder 80ern, jedenfalls lange vor der Übernahme durch Badger. Die Besonderheit an diesem Gerät ist der Kopf, das vordere Teil regelt nämlich durch Drehung die Charakteristik des Luftstroms. Zugedreht kommt gar keine Luft, weshalb ich anfangs dachte, das Ding wäre eine totale Montagsproduktion!
    Bei ganz zugedrehtem Griff bewegt sich auch der Trigger keinen Millimeter!
    Griffe mit Farbmengenregulierung gab es also damals auch schon!
    Die Nadel-Düsenkombi nennt sich "fine", genauer oder numerischer wurde man damals nicht informiert. Ist ja auch wurscht, das Teil läuft wie Butter und sprüht wirklich sehr gut, bei diesem Modell ist es ebenfalls sehr bedauerlich dass die Produktion eingestellt wurde.


  • Wenn ich mal wieder nach Deutschland kämme könnte ich noch eine Solid Air aus den USA beisteuern, das Teil habe ich vor 35 Jahren gekauft im Hobby Shop auf der Hahn Airbase, die funktioniert immer noch, in Kirchberg habe ich auch noch eine russische Pistole die ich mal auf einem Flohmarkt erstanden habe, den Namen kann ich leider nicht lesen da er in kyrillisch geschrieben ist, das Teil macht einen relativ klobigen Eindruck, Düsen und Nadeln ca. 0,2 und 0,4 und zwei rechteckige Farbnäpfe, hab sie nur selten genutzt aber sie hat ein recht gutes Spritzbild.


    Hier habe ich noch eine Pistole die ich mal in Slowenien gekauft habe, die muss ich mal fotografieren, dann stell ich sie auch mal ein.


    Gruß Winfried.

  • Genau das ist sie, nur sind bei meiner zwei Farbnäpfe dabei, ich habe aber noch nie gesehen das sie noch angeboten würde.

    Der Kauf damals, es sind jetzt auch schon ca. 12 Jahre her, fand in einer Zeit statt in der ich nicht aktiv am brushen war, hab sie mir eigentlich nur aus Nostalgie gekauft da ich nicht gedacht habe das ich wieder mit dem brushen anfangen würde.

  • Richpen hatte auch mal eine Edelserie, die sich "Phoenix" nannte, hervorragende Spritzpistolen!
    Die hier habe ich vor Kurzem erst erstanden, eine mit Farbbecher wäre mir lieber gewesen (wieso diese Mulden bei kleinen Düdendurchmessern so oft verwendet wurden erschließt sich mir auch nicht wirklich...gibt oft genug Sauerei, wenigstens ein kleiner Becher à la Grafo wäre mir lieber gewesen, aber es gab nur diese hier). 0,2er Düse, Top-Verarbeitung und ein Spritzbild, dass sich vor der Micron kaum zu verstecken braucht.
    Jetzt wissen wir auch woher Badger die Idee für die Formgebung der Renegade-Pistolenkörper hat...


  • Ich kann's ja nicht lassen...

    wieder eine Fischer, und zwar eine sehr alte (vermutlich 60er Jahre), ein Modèle "B".

    Das Nachfolger-Modell mit der Bezeichnung "B 03" hat den hier schon gezeigten 2-Teiligen Düsenkopf, dieser hier ist einteilig.
    Das besondere an dieser Pistole ist die Tatsache, dass sie ohne Dichtungen auskommt, d.h. die Fertigungstoleranzen müssen extrem gering gewesen sein damals. Leider kann man die Düse daher auch nicht selber wechseln, dafür musste man die Pistole einschicken! Was heutzutage natürlich flachfällt, weshalb ich dieses Teil nicht sehr oft in Verwendung habe, aber wenn! Ja, wenn sie mal ran darf, dann bin ich immer wieder restlos begeistert!
    Absolut tolles Spritzbild und auch im extremen Detailbereich sehr gut kontrollierbar, ein wundervolles Gerät (leider ist das Foto weniger wundervoll...)!

    Wahrscheinlich kam irgendwann ein BWL-er zu Fischer und meinte "He, diese aufwendige Fertigung muss doch nicht sein, haut Gummi-Dichtungen rein, so spart ihr Geld!" Ist aber nur eine Vermutung, die Teile mit Dichtungen sprühen ebenfalls auf sehr hohem Niveau!
    Die Ähnlichkeit zu Devilbiss ist übrigens rein optischer Natur, es gibt keine kompatiblen Bauteile!

  • Ist wohl der Tatsache geschuldet das Illustratoren Airbrush sehr oft als Arbeitsmittel nutzten und diese nicht viel Farbe für ihre Arbeiten benötigen, alle anderen Arten wie Custompainting kamen wohl erst später.

    Das stimmt sicherlich, würde rein technisch aber auch nicht gegen einen kleinen Becher sprechen! ^^