Terrier-Mix-Dame Lea

  • Wolle in Aktion...

    Moinsen,

    ich versuche mich jetzt "einfach" mal in EINE MENGE FELL.

    Irgendwann muss ich ja mal anfangen.

    Lea war eine ganz süsse Dame, ihre körperlichen Überreste ruhen seit 3 Jahren 60 cm unter der Erde an einem schönen Platz im Garten.

    Also, Lea zu Ehren...

    Zuerst habe ich ein Foto ausgedruckt.

    Anschließend kommt eine Schablone auf das Foto, auf der ich die groben Umrisse, die Augen, Nase und Halsband durchzeichne.

    Mit dem Skalpell schneide ich die Formen aus...

    ...und sprühe die Umrisse um den ausgeschnittenen Teil auf 190er Din A4 Skizzenblockpapier.

    So, und nun beginnt der künstlerische Teil des Projektes.

    Bin mal selbst gespannt, welche Fortschritte sich ergeben, ich setze mich in Zugzwang, bleibe am Ball...

  • Hey Horst,

    mein Fotokarton hat 250 g/m2. Meinst Du, das geht besser, oder ist der Malgrund völlig falsch?

    Das fängt ja gut an...

    Kratzen will ich viel, und mein elektrischer Radierer kommt am Dienstag.

    Ansonsten habe ich viele Ideen, wir hatten ja schon über das Thema gesprochen.

    Wolle

  • Hallo Wolle,

    probier erst einmal auf Fotokarton aus, einfach mal Farbe drauf gut trocknen lassen

    und mit scharfen Skalpell schaben.

    Ich hatte das auch einmal probiert, hat ja eine sehr glatte Oberfläche aber hat die Farbe aufgesaugt.

    Den elektrischen Radierer brauchst du dafür unbedingt nicht. Harter und weicher Radierstift und scharfe

    Klingen.


    Gruß Horst

  • Ok, Horst,

    ich nehme dann den Fotokarton, bin ja noch nicht weit...


    Eigentlich wollte ich ursprünglich auf dem Skizzenpapier auch erst mal üben und mich nur am Ohr versuchen.

    Was soll's, dachte ich, kann auch gleich den ganzen Hund machen, obwohl es ja schon ein Ausschnitt ist.

    Ich werde mal weiterarbeiten und lasse Euch teilhaben, wenn wesentliche Schritte durch sind.

    Keine Angst, ich mach da jetzt kein "betreutes Malen" daraus,

    das wird kein Endlosthread.

    😉

    Zwischendurch kommen bestimmt noch ein paar t-shirts zusammen, der Frühling naht.

    Liebe Grüsse

  • ich setze mich in Zugzwang, bleibe am Ball...

    Der größte Fehler den du machen kannst Wolle, Zugzwang und Ungeduld sind die größten Feinde des Airbrushers.

    Ansonsten hat Horst recht, 190gr. Skizzenpapier eignet sich wirklich nicht gut wenn du viel kratzen musst und radieren kannst du nur bei gröberen Haarstrukturen, ich würde dir raten dir mal einen vernünftigen Airbrushblock zu kaufen, die sind auch nicht wesentlich teurer als Fotopapier.


    Gruß Winfried.

  • Hi Winfried,

    ok, dann drücke ich das anders aus, Wörter mit Zwang klingen negativ.

    ... ich fordere meinen Mut heraus...

    Ich kann hier ja nicht dauernd "rumlabern", aber dann nix auf's Blatt kriegen.

    Da bei mir noch Kurzarbeit ansteht, werde ich die Zeit nutzen, mein größter Luxus.

    Ich werde simultan Techniken parallel üben und testen, bevor ich diese im laufenden "Projekt" anwende.

    Dankbare Grüsse, Wolle

  • Ich muss meinen Vorrednern zustimmen,.. das Skizzenpapier ist zum schaben echt nicht geeignet. allerdings muss ich mal einen Einwand einwerfen...
    wer sagt denn das Fell immer mit Schaben oder radieren dargestellt werden muss? Das geht auch mit der Pistole,.. ok, erfordert wieder viel Übung, aber es geht. :)

    Nur so als Anregung :)

    Gruß, Thomas


  • Hi Thomas, ich weiss, da muss ich aber noch viel üben, um aus meiner gun so feine Linien herauszubekommen.

    Ich mache gerade die Erfahrung, dass ich mit einer 0,4 er Nadel feinere Linien hinbekomme, als mit meiner 0,2 er.

    Ich muss noch die richtige Mischung, sprich Viskosität hinbekommen, damit ich die Farben schön durch die Düse kriege.

    Faulheit hat gerade gesiegt, ich werde mal wieder auf die kleine Düse umstellen müssen...

    Gruss Wolle

  • Hi Wolle

    Ja, manchmal siegt die Faulheit, kommt vor :)
    Thema größere Düse und feine Linien.. wenn du mit der 0,4 Düse feine Linien hinbekommst, dann arbeite auch erst mal damit weiter.. ich kenne mehrere erfahrene Leute die fast nur noch mit 0,3 Düsen arbeiten und damit Linien ziehen die so dünn sind das man meint das bekommt man nur mit einer 0,18 oder so hin.

    Ich habe seit fast 2 Monaten die Gun nicht mehr in der Hand gehabt,.. zumindest nicht für Bilder, eher um etwas flächig ein zu nebeln. und dann auch nur für den privaten gebrauch,.. auf Grund meiner Schulter ging nicht viel.
    Gestern die Gun erst mal grundgereinigt...Heute und Morgen ist Büroarbeit dran und dann mal sehen das ich all die offenen Aufträge nach und nach zeitlich geplant und erledigt bekomme. Da hat sich einiges angesammelt...


    Gruß, Thomas

  • ich finde es sogar vorteilhaft mit der größeren Düse dünne Linien zu beherrschen.

    und dann gibt auch Farben bei denen es einfach besser mit einer 0,4 funktioniert anstatt mit 0,2.


    mit dem kratzen und schaben habe ich mich bis heute noch nicht anfreunden können, da bevorzuge ich lieber alternativen wie

    E-Radierer oder nen Minipinsel.


    Gruß Dennis

  • ich weiss, da muss ich aber noch viel üben, um aus meiner gun so feine Linien herauszubekommen.

    Hi Wolle, ich weis das man oft ungeduldig wird und endlich Ergebnisse sehen will aber diese Übungen, Linien Punkte usw. sind so wichtig den was nutzt ein Ergebnis das einen nicht befriedigt.

    Erst wenn du deine Pistole richtig kennst und sie sicher beherrschst, du weist bei welchem Druck und welchem Abstand zum Untergrund sie wie reagiert wirst du auch Ergebnisse erreichen die dich wirklich zufrieden stellen.


    Gruß Winfried.

  • Da wurde viel gesagt, welchem ich mich gerne anschließe. Das Kratzen versuche ich auch so weit wie möglich zu vermeiden, es wirkt schnell inhomogen im Gesamtkontext, gerade wenn im Rest des Bildes viel airbrush-bedingte Unschärfe vorhanden ist. Und feine Linien gehen auch mit den meisten dickeren Düsen. der Gesamteindruck eines Bildes ist so oft überzeugender, gerade auch wenn das letzte Extrem an superfeinen Linien schlicht weggelassen wird. Kommt halt drauf an was man für einen look anstrebt.
    Ich opfere Realismus gerne der Homogenität!

  • Moinsen,

    tja, ich habe nun fertig...

    Vieles ausprobiert, sprühen, Kabellitzen abisolieren, kratzen, pinseln, radieren, gute Übungen, nachdem ich noch einmal auf anderem glatten Papier begonnen hatte.

    Es ist keine Karikatur geworden, natürlich auch nicht fotorealistisch, voller Anfängerunzulänglichkeiten,

    aber, es ist wahrhaftig unsere Lea geworden.

    Als ich Christina das Bild zeigte, kamen mir fast die Tränen, nicht, weil es so gut oder schlecht geworden ist, nein, weil wir beide sie in dem Bild sehen, und das ist für mich das Wichtigste.

    Es hat wirklich Spass gemacht...

    Gruss von Wolle, dem Rookie.

  • Na siehste,..wenn ihr beide euren Hund darin wiedererkennt ist alles super. Klar ist noch viel Luft nach oben, aber an ein solches Bild muss man sich auch erst mal trauen und das es beim ersten nicht gleich perfekt wird ist auch normal. weiter so, bei den nächsten versuchen kannst du die Fehler die du hier gemacht hast und selber kennst direkt vermeiden. Zumindest weist du jetzt schon mal wie du bestimmte Dinge beim nächsren mal nicht machen wirst.

    Der Lerneffekt ist das was zählt.

    Gruß, Thomas