Fengda AS-189 (FD-189) - verliert permanent Luft wenn Druck nicht auf max. geregelt

  • Hallo zusammen!

    Erst einmal vielen Dank für die Aufnahme in diesem Forum. :)
    Ich bemale seit kurzem (wieder) Minaturen (hauptsächlich von Brettspielen) und wollte nun mal meine Möglichkeiten erweitern und habe mir ein Airbrushset besorgt, genauer einen Fengda AS-189 (FD-189) + H&S Ultra (und Reinigungskram usw).

    Nun habe ich bei mir folgendes Problem festgestellt und bin mir nicht sicher, ob ich einfach zu doof bin (will ich sicher nicht ausschließen), der Kompressor ne Macke hat, oder das funktioniert wie es soll.

    Der Kompressor hat einen Tank, der bei 4 Bar aufhört zu laufen und bei 3 Bar wieder anfängt. (Start/Stopp) Automatik. Das funktioniert soweit auch. Wenn 4 Bar erreicht sind, dann stoppt der Kompressor und wenn man nicht sprüht bleibt der Druck auch konstant -> undicht ist er also schon mal nicht.

    Nun möchte ich aber den Arbeitsdruck fürs brushen so auf ca. 1.8 Bar einstellen. Dazu gibt es an dem Kompressor über dem Wasserabescheider einen Regler mit dem der Arbeitsdruck vermeintlich eingestellt werden kann. Dazu zieht man den Regler hoch, regelt den Druck so wie man will und arretiert den Knopf dann wieder durch runterdrücken.

    Und jetzt zu meinem Problem: Wenn ich den Druck runter regele, dann entweicht permanent Luft aus dem Regler. Der Druck lt. Anzeige bleibt konstant bei dem von mir eingestellten Wert (1,8 Bar) aber der Kompressor läuft jetzt immer permanent, sprich er erreicht scheinbar nie die 4 Bar die nötig sind um abzuschalten und es entweicht wie gesagt permanent Luft.

    Mein Eindruck ist irgendwie, dass ich nicht den Arbeitsdruck für die Airbrush Pistole einstelle, sondern den Gesamtdruck im Kompressor und das kommt mir irgendwie komisch vor.

    Also was mache ich falsch? Muss man den Arbeitsdruck irgendwie anders einstellen? Oder ist das so wie es soll? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass das kaputt ist, wie gesagt wenn ich den Druck hoch genug ( zu hoch zum Airbrushen) einstelle entweicht auch keine Luft mehr...

    Vielen Dank schon einmal für eure Mühen und einen schönen Sonntag noch.

    Gruß
    Niels



  • ja, das ist das Teil.

    Der Vorteil ist bei dem Druckregler an der Kupplung, ich hab 4 Schläuche an einem Kompressor und kann so die einzelnen Pistolen unterschiedlich einregeln.


    Wenn dein Kompressor neu ist hat der ja Garantie auf solch eine Sache.


    Gruß Dennis

  • Moin Niels, bei meinem quasi identischen FENGDA, funktioniert alles so, wie es soll, mit dem Druckregler regelst Du den Arbeitsdruck und kannst auf dem Manometer genau (?) sehen, mit welchem Druck du sprühst, bis runter auf, was weiss ich, bin schon auf 0,5 bar mal runter gegangen.

    Hatte den Kompressor mal abgeschaltet und am nächsten Tag einen Schreck bekommen, dass er nicht ansprang, nachdem ich Strom einschalteten, ich hatte aber lediglich vergessen, den Tank nach Benutzung druckfrei zu machen, soll heissen, er hielt den Druck ohne Verlust.

    Ich lasse den Druck nach Gebrauch ab, um Dichtungen zu schonen.

    Wie garak 01 schon sagt, da stimmt was nicht...

    Den Regler zusätzlich am Schlauch finde ich auch Tricks, der Profi merkt wohl aus Erfahrung, ob der Arbeitsdruck ok ist, ich bin froh, dass ich diesen am Manometer ablesen kann.

  • Hallo Niels,

    mit den Druckregler am Kompressor hatte ich auch meine Probleme, nach dem zwei

    von diesen 9 € Dinger nicht mehr sauber regelten und undicht wurden habe ich mir einen vernünftigen ca. 30€ zugelegt, den habe ich schon etliche Jahre.

    Den Druckregler an der Kupplung benutze ich aber auch, ist eine feine Sache und das Gefühl mit der Einstellung hat man sehr schnell heraus. Ich stelle mein Spritzbild zuvor auf Papier ein, was man eigentlich grundsätzlich immer machen sollte bevor man an sein Werk weiter macht.


    Gruß Horst

  • Danke euch allen für eure Hilfe! :)

    Ich hab dem Shop mal geschrieben und die haben sich tatsächlich heute am Sonntag noch gemeldet. Ich krieg einen neuen Druckminderer zugeschickt von denen, mal sehen ob das Problem dann behoben ist. Werde mir bei der Gelegenheit auch direkt mal so einen Regler wie oben erwähnt mitbestellen.

    Vielen Dank und ich melde mich mal wie es ausgegangen ist. :)

    Gruß
    Niels

  • So, Ersatzteil ist da. Nun stellt sich mir die Frage, wieviel Gewalt darf man denn so anwenden um die Schrauben zu lösen. :D

    Meine ersten Versuche sind kläglich gescheitert. Das sind aber schon normale Rechtsgewinde, oder? Aber weder die Schraube die direkt in den Tank geht noch die Schraube am (alten) Druckminderer bewegt sich auch nur ein winziges Stück...

    Nun möchte ich aber vermeiden mehr kaputt zu machen als es schon ist ;)

    Also, einfach weiter probieren oder sollte es einen Trick geben?

    Danke!

  • Die sitzen richtig böse fest.... du brauchst richtig ordentliches Werkzeug dafür was auch richtig passt auf die Verschraubungen. Der WAsserabscheider hat ein internes Gewinde. Auf Kompressorseite müsste der sich eigentlich abdrehen lassen indem man den entgegen der Schraubrichtung einfach dreht. Mach doch mal ein Foto von den Stellen wo es klemmt...

    Mit schlechtem Werkzeug holt man sich gern blutige Finger da man öfter abrutscht....da kann man schonmal ins Fluchen geraten. :)

  • Ich hab auch den FD186, meiner braucht von 0 bar bis auf 4 bar 2 Minuten zum auffüllen des 3 Liter Tanks.

    Sind die 2 Minuten normal bei 20-23l/min was von Werk angegeben ist oder verliert der auch irgendwo Druck ?


    0,5mm Düse bleibt konstant auf 3 bar, eine 1mm Düse nimmt der Druck ab selbst bei laufendem Kompressor denke aber das ist normal.

  • Hallo.


    Welche Pistole nutzt du und zu welchem Zweck nutzt du sie den eine 0,5er Düse geht ja noch aber eine 1,0er ist schon ein heftiges Kaliber.


    Normal ist in der Beschreibung der Pistole angegeben welche Luftleistung du für welche Düse benötigst und ich könnte mir vorstellen das der FD186 nicht genug Leistung für eine 1,0er Düse bringt, auch sind 3bar für normale Airbrusharbeiten ziemlich viel, ich arbeite in der Regel immer unter 2bar sprich 1,5 bis 1,8bar.


    Gruß Winfried.

  • Ich benutze auch den Fengda- Kompressor, Die Zeit bis zum Abschalten bei 4 bar kann hinkommen, habe es noch nicht gemessen.

    Ich denke, Du hast gerechnet....

    20 Liter/ min. bei einem 3 Liter-Tank, da müsste der Kompressor, ich runde großzügig auf, in 10 Sekunden abschalten...

    So kannst Du aber nicht rechnen, die 20 Liter sind reine Förderleistung, bedeutet aber nicht, dass der Tank, wenn er 20 Liter Volumen hätte, auch in einer Minute auf 4 bar Abschaltdruck käme!

    In einer Minute liefert der Kompressor 20 Liter Luftvolumen bei Atmosphärendruck, also 1 bar.

    Je höher verdichtet wird, desto länger braucht der Kompressor natürlich.

    Wenn Du nen Fahrradreifen mit dem Mund aufbläst, dann dauert es ja auch länger, um ihn auf hohen Druck aufzublasen...

    Gruss Wolle

  • So, bislang war ich ja zu faul...

    Habe nun 2 mal die Zeit bis zum Abschalten bei 4 bar gemessen.

    Vorher völlig drucklos, es dauerte jeweils 1:38 Minuten.

    Wie schon erwähnt ist es ein Fengda 186 A, wobei sich das "A" nur auf die Verkleidung bezieht.

    Wolle grüsst

  • Jetzt mal Spaß bei Seite, so richtig weitergekommen sind wir ja noch nicht.


    Ich denke das der Kompressor von der Luftleistung zu schwach ist für eine 0,5er aber zumindest für eine 1,0er Düse ist, er wird zwar den Druck einmal erreichen aber nicht mehr nachkommen wenn du dauerhaft damit arbeitest.


    Wer mich Lüge strafen will soll es bitte tun.


    Gruß Winfried.

  • Laut Herstellerangaben: Verwendbar für Airbrush-Pistolen mit Düsen von 0,15 - 0,4 mm.

    Das ist auch realistisch. 1,0 Düse kann ich mir auch nicht vorstellen und wenn ich ihn das

    missbräuchlich trotzdem antue wird er nicht lange funktionieren.


    Gruß Horst

  • und wenn ich ihn das

    missbräuchlich trotzdem antue wird er nicht lange funktionieren.

    Absolut! Das Ding wird sehr schnell heiß werden, mit etwas Glück in den Überlastungsmodus schalten und so lange nicht mehr anspringen bis es sich auf der sicheren Seite der Betriebstemperatur fühlt, was u.U. (und vor allem subjektiv) sehr lange dauern kann. Ich hatte mal einen Silent Kompressor mit 50l/min. Ansaugleistung, und bei Dauerbelastung (Wandmalerei) und 0,7er Düsen kam der regelmäßig an seine Grenzen und nahm sich eine längere Auszeit. Der Düsendurchmesser alleine ist auch für den Luftverbrauch nicht entscheidend, es gibt auch z.B. 0,4er Pistolen die deutlich mehr Luft benötigen als andere 0,4er, oder mit höherem Druck "gefahren" werden wollen um ein homogenes Spritzbild zu erzeugen. Die Fischer SA4 ist z.B. so ein Kandidat.