E-Gitarren Projekt - CNC Fräse, Airbrush und viel Fummelarbeit....

  • ... wenn du rausbekommst wieso Mike seine da das Hauptteil nicht rein schmeißt kannst du ja nochmal Bescheid sagen. Vermute da lösen sich evtl. auch Chrom oder andere Beschichtungen von der Pistole wenn die zu lange da drin liegen. Ich bin da auch noch vorsichtig was ich da alles reinschmeißen kann.

    Es kommt vor allem auf zwei Faktoren an, zum einen aus welchem Material besteht meine Pistole, verchromt oder vernickelt, bei verchromten Pistolen wird eine Chromschicht auf die Oberfläche aufgebracht und kann je nach Belastung und Dicke auch irgendwann wieder abblättern z.B. durch die Bewegung im Ultraschallbad.

    Der Ausdruck vernickelt ist eigentlich etwas irreführend da das Nickel nicht nur auf die Oberfläche aufgebracht wird sondern Bestandteil der Legierung ist und dementsprechend nicht abblättern kann.

    Das zweite ist das verwendete Reinigungsmittel, da gibt es ja auch diverse für die diversen Anwendungen, man sollte nicht mit dem selben Mittel seine Brille reinigen das man auch zum Reinigen der Pistole nutzt, es gibt z.B. diverse Reiniger die diverse angetrocknete Farben wieder anlösen, da muss man sich mal durch die Produktpalette von Elmag wühlen.


    Ich reinige meine Pistolen seit Anfang im Ultraschall und meine H&S Pistolen und das alle Amischätzchen haben noch keinen Schaden genommen, bei der Fengda allerdings blättert die Beschichtung an manchen Stellen ab.


    Gruß Winfried.,

  • Hallo Winni


    sowas ähnliches dachte ich mir schon. Ein Freund von mir wollte seine Uhrensammlung reinigen in einem Industrieultraschall-Reiniger mit richtig Power. Ende vom Lied: Keine der Uhren läuft mehr, sauber sind allerdings alle geworden. Und er hat wirklich viele Uhren gesammelt in seinem Leben. Die Story ließ mich schon vorsichtig werden. Bis auf die Airbrush Teile und zwei Brillen hatte ich da noch nix im Bad. Hab die Hoffnung noch ein paar Teile von meinem Meerwasseraquarium reinigen zu können mit Essigwasser. Meine H&S Pistolen sind Nickel, hab mich am Anfang echt geärgert das die anlaufen (für den Preis) aber hab mich inzwischen wieder beruhigt. Einzig die eine Dichtung vorne am Gewinde nervt... das ist eine Fehlkonstruktion. Wenn H&S die zwei zentel millimeter dicker machen würde, würde sie auch dichten, aber so sehe ich die als total sinnlos an. Beim Anschrauben merkt man schon das dort null Widerstand ist, die Dichtung also nicht richtig sitzen kann.

  • hab das teil schon ne weile (anspitzer) und muss sagen hat sich schon gelohnt 12€ bei kauf einer nadel von H&S, Iwata wäre noch teurer da hat sich der kauf nach 5 Begradigungen schon rentiert. Und wenn man Kurse giebt oder auch mal auserhaus arbeitet ist das gleich noch ne ecke günstiger, wegen ner verbogenen Nadel Kurse beenden oder Aufträge abbrechen ist da schon blöd. Auch wenn ich seit ich das Teil habe deutlich weniger Nadeln verbogen habe.

    Das beiliegende Schleifpad möchte ich noch erwähnen. Es macht Sinn die Nadel nochmal zu "polieren". Sonst hab ich das ab und an mit 3000er Schleifpapier gemacht und die Nadelspitze vorsichtig "geschliffen". Mit dem Pad geht es besser da es dicker und weicher ist. Der Farbfluss ist besser und gleichmäßiger, zumindest hatte ich den Eindruck das es dann besser flutscht.


    Die 0.2 Nadel ist mir nach dem Ultraschallbad runtergefallen, steckte schräg im Holzboden und somit wieder verbogen. Nach 5 Minuten war sie wieder grade. :)

  • Ein Freund von mir wollte seine Uhrensammlung reinigen in einem Industrieultraschall-Reiniger mit richtig Power. Ende vom Lied: Keine der Uhren läuft mehr,

    Also Ich habe auch ein paar recht teure Uhren hauptsächlich Fliegeruhren und ich würde nie auf die Idee kommen diese im Ultraschallbad zu reinigen da die Vibration des Ultraschall die Dichtungen löst und so Feuchtigkeit eintritt, das gibt bei den Uhren ganz übel Schnupfen.

    Wenn ich eine Uhr reinigen will bringe ich sie zum Uhrmacher, dieser baut sie komplett auseinander, reinigt und ölt die Teile einzeln erneuert die Dichtungen und setzt sie wieder zusammen was je nach Verschmutzung und Aufwand mal locker zwischen zwei und vierhundert Euro kosten kann aber danach ist sie wie neu, der Aufwand lohnt aber nur bei guten mechanischen Uhren.


    Ups, wollte mir gerade noch das Video ansehen aber meine Kiste hier sagt mir das mein Duschkopf äh Browser es nicht erkennt, muss doch mal langsam daran denken den alten Explorer aus zu tauschen.


    l.G. Winfried.

  • Also Ich habe auch ein paar recht teure Uhren hauptsächlich Fliegeruhren und ich würde nie auf die Idee kommen diese im Ultraschallbad zu reinigen da die Vibration des Ultraschall die Dichtungen löst und so Feuchtigkeit eintritt, das gibt bei den Uhren ganz übel Schnupfen.

    Bei mir sinds Taucheruhren die ich sammle, teilweise mit analogen Tiefenmessern usw. Die schick ich zum Hersteller, nur dort können die die Dichtigkeit mit 10 Bar oder mehr garantieren. Da wird auch immer der komplette Satz an Dichtungen ausgetauscht und ich bekomme auch die Messprotokolle im Anschluss. Zweimal hat ich eine Aquamaster beim Uhrenhändler, die sind mir danach beim Tauchen vollgelaufen mit Salzwasser.... deswegen immer zu Citizen direkt einschicken. Die sorgen dafür das das Ding auch beim Tauchen nicht absäuft. Musste damals das Innenleben tauschen lassen usw. war recht teuer.

  • Das Problem ist das es fast keine richtigen Uhrmacher mehr gibt, die meisten können bei einer digitalen Uhr mal eine Batterie und wenn es hochkommt eine Platiene wechseln, das kann ich zur Not noch selbst, aber von mechanischen Uhren haben die keine Ahnung, ich hatte das Glück als ich mir vor einigen Jahren eine neue Uhr anschaffen wollte nicht nur einen Händler sondern auch einen Uhrmacher zu finden der sein Handwerk in der Schweiz gelernt hat und dann lange Jahre bei Lange und Sohn in Glashütte gearbeitet hat, da brauch ich keine Angst zu haben das er was falsch macht.


    l.G. Winfried.

  • Moin


    hier mal ein Update. Viel weiter bin ich noch nicht gekommen. Schlagmetall hab ich ausprobiert auf einer kleinen Holzschatulle mit viel Schnitzereien drin. Ging total schief. Ich bekomme keine graden Kanten hin, das wird immer franselig am Rand. Sieht nicht gut aus. Hat mich erstmal nicht überzeugt das ich das so hinkriege das es gut aussieht. Liegt erstmal auf Eis.


    Dann fehlt mir ja noch ein Motiv für die Vorderseite der Gitarre.... ich dachte da an was sienna farbiges und hab mal ein bisschen rumprobiert mit Sienna und Ocker.... aber irgendwas stört mich daran, ich kann nicht sagen was aber irgendwas fehlt.

    Nur Sienna und Ocker auf weißen Karton .....


    Sienna, Ocker und schwarz .... bei kunstlicht gesprüht. Das Licht war zu hell....am Ende viel zu viel zugematscht mit Schatten, bei Tageslicht sieht man deutlich das es ruiniert ist.



    Dann hab ich mich am Vegvisir versucht mit meinen selbstgeplotteten Schabloen. Saphirblau ist hinzugekommen, hat aber ein wenig lila Stich find ich. Blau und Sienna passt ganz gut. Das dunkle Rot in der Schrift passt auch. Trotzdem fehlt mir hier was aber ich kann nicht sagen was. :D Vielleicht seht ihr was man noch ergänzen könnte. Sollte ich nochmal mit Weiß ein paar Hightlights rein sprühen?


    Wird noch ne Weile dauern bis ich genau weiß was ich auf die Vorderseite sprühen werde

  • Hallo Rainer.

    Das Problem hier ist auch wieder das ich es mir ansehe und ich habe dann eine super Idee was man ändern könnte das es mir gefällt, ich sage es dir, du probierst es aus und sagst was labert der Typ für einen Mist, das geht ja gar nicht, du siehst was mir gefällt muss dir noch lange nicht gefallen und das ist der Unterschied zwischen einer Arbeit für mich oder einer Auftragsarbeit, wenn ich etwas für mich mache muss es nur mir gefallen, bei einer Auftragsarbeit gibt der Auftraggeber vor was er haben möchte und ich führe es aus auch wenn es mir nicht gefällt.

    Schlagmetall hab ich ausprobiert auf einer kleinen Holzschatulle mit viel Schnitzereien drin. Ging total schief. Ich bekomme keine graden Kanten hin, das wird immer franselig am Rand

    Das Problem hier ist das nur Schlagmetall und Anlegemilch nicht genug sind um eine anständige Arbeit abzuliefern, franselig wird es am Anfang immer aber wenn du die Anlegemilch sauber aufgetragen hast und das Metall aufgelegt hast kannst du die franseligen Stellen mit dem Pinsel absteifen, du solltest auch bedenken das man mit der fertigen Anlegemilch nur kleinere Stellen, so bis 7cm mal 7cm bearbeiten kann das sie bei größeren Flächen auf die nicht gleich Metall kommt sehr schnell ihre Haftfähigkeit verliert.

    Da ich annehme das du auch keine Polierachate hast wirst du den waren Glanz von echtem Blattmetall auch nie herausholen können.


    Gruß Winfried.

  • Hi


    kurzes Update:


    - so sieht das später aus mit Mechaniken und Abdeckungen. Etwas viel Gold am Ende?


    Letzte Nacht noch mit dem Randornamenten angefangen - diesmal in Kupfer - kommt auf den Bildern leider nicht so rüber. Die Vallejo Farbe war extrem zickig, trotz Vallejo Verdünner. Ich brauch diesen Nagellackschüttler - Vallejo Metall Farbe schütteln bis der Arm weh tut reicht wohl nicht aus die Metallpigmente klein zu kriegen. Eine 0.4 er Nadel reicht auch nicht ganz. Richtig flüssig läuft das erst mit größeren Durchmessern glaub ich. Erster Schuss war eine volle Blockage - was ne Schweinerei - aber Ende gut alles gut.


  • Farbe schütteln bis der Arm weh tut reicht wohl nicht aus die Metallpigmente klein zu kriegen.

    Hallo Rainer.


    Die Metallpigmente wirst du auch mit dem Nagellackschüttler nicht klein bekommen, du kannst höchstens die Verklumpung lösen, Ich denke das hast du auch gemeint.

    Um den Metallikefekt zu erzeugen müssen diese Metallplättchen ja im Lack sein und dies haben eine bestimmte Größe die dann durch die Düse muss.


    Ich habe früher öfter Metalliklack von Metall Flak, einer amerikanischen Firma benutzt, da brauchte ich unter einer 0,8er Düse Nadelkombination gar nicht anfangen.


    Gruß Winfried.

  • Hallo Winfried


    aus einem US forum hab ich erfahren das unter 0.5mm Nadeln mit den Farben gar nix geht. Da kann ich ja froh sein das es mit der 0.4er wenigstens einigermaßen ging. Ich glaub für die H&S Infinity gibt es ein 0.6er Set. Werd ich mir bei Gelegenheit mal zulegen.

  • The show must go on...


    vorab erstmal die Form der Gitarre ist bescheuert. Eigentlich müsste man zum brushen ein Extragestell basteln. Die Geometrie ist auch so blöde das die von selbst nicht stehen bleibt (daher hat sie einen Stock im Ar*** wo später die Klinkenbuchse reinkommt damit sie einigermaßen stehen kann).


    Ich hab lange darüber nachgedacht welches Hauptmotiv ich auf die Front bringe. Es gab wirklich zig Vorlagen die letzten Wochen... keine davon hat mir gefallen, also zurück zu einfachen Ideen. Da die Gitarre bzw. das Projekt "Frenryr" heißt lag es nahe Fenryrs Nachkommen Hati und Skoll abzubilden. Dazu gibt es eine jing-jang angelehnte Version. Die hab ich entsprechend bearbeitet und angepasst. Das kam dabei raus:



    Meine Frau hat nicht erkannt das es "zwei" Wölfe sind. Wenn man es dreht wirds deutlich, oder?



    Die blaue Textur die in Skoll reingeht werd ich nochmal nachbearbeiten. Ich lass das aber erstmal einen Tag stehen. Sonst komm ich wieder über den Punkt wo man besser aufgehört hätte :D

  • Moin


    hab ich mich an die gefrästen Ornamente gewagt in den oberen Ecken. Ging schief von der Farbe her. Passt nicht. Werd das nochmal abschleifen und neu machen. Was aber funktioniert hat ist das Schlagmetall auf den Ornamenten. Ich habs tatsächlich geschafft das Schlagmetall sauber aufzubringen mit glatten und geraden Kanten. Dafür brauchts aber Geduld. Die Anlegemilch hab ich diesmal vorab antrocknen lassen, das Schlagmetall hab ich zwei Stunden nach Auflegen erst weiter bearbeitet. Das klappt ganz gut. Werd mich heute abend nochmal ransetzen - dann gibts auch wieder Bilder. Den Stand gestern kann ich keinem zeigen. :)