Ein paar konkrete Fragen bezüglich der Pistole (Anfänger)

  • Habe mir eine günstige Airbrush-Pistole für den Modellbau zugelegt (siehe Bild).



    Trotz einiger Youtube-Videos zum Thema habe ich aber noch ein paar Fragen zur Pistole und zum Luftdruck. :)


    Teilweise habe ich die Teile im Bild bereits mit einem Fragezeichen versehen. Insbesondere frage ich mich wie weit die Nadel eingeschoben werden muss. Irgendwo habe ich gelesen, bis zum Anschlag und dann etwas zurückziehen (wenn ja, wieviel ist "etwas"?) oder eben ganz bis sie anstößt.



    Wenn ich den Hebel reindrücke (Luftmenge), darf dann schon Farbe bzw. Flüssigkeit kommen oder muss die Pistole in diesem Zustand lediglich Luft von sich geben? Kann man diese "Leerlaufmenge" einstellen und macht das ggf. Sinn für das gleichmäßige bemalen von größeren Flächen? Im Moment kommt sofort Wasser (bisher mache ich nur "Trockenübungen") wenn ich das Hebelchen reindrücke.


    Ebenfalls widersprüchlich: Nadel nach vorn oder hinten herausziehen zum Tauschen bzw. Reinigen? Für mich nachvollziehbarstes Argument gegen nach hinten herausziehen: Die Farbe/Schmutz wird ebenfalls nach hinten gezogen (ggf. dann eben vorher reinigen?).


    Was macht das kleine Ventil/Rädchen direkt unter dem Einlass für den Farbbecher? Im Moment ist es locker bzw. herausgedreht.


    Auf dem Bild links neben dem Spannfutter befindet sich eine größere Mutter welche sich herausdrehen lässt. Sollte diese immer komplett und fest eingeschraubt sein? Vermutlich wird diese herausgeschraubt wenn man die Pistole komplett zerlegen will? Oder hat sie noch eine andere Funktion?


    Direkt vor dem Hebel ist eine Öffnung im Gehäuse. Dient das lediglich zur Kontrolle beim Einführen der Nadel bzw. zum Reinigen oder hat diese Öffnung ggf. noch eine andere Funktion?


    Sollte man die Verbindungen jeweils bis zum Anschlag anziehen oder macht man damit die Dichtungen kaputt?


    Ist es sinnvoll oder kontraproduktiv auf die Gewinde eine kleine Menge z.B. Ballistol oder Silikonöl zu geben, damit sie weniger schnell abnutzen?


    Manche Leute in den Videos haben die Spitze vorn mit dem Finger bzw. ein Stück Schaumstoff o.ä. zugehalten und dann den Becher "durchgesprudelt" um die Farbe zu mischen. Macht das Sinn oder besteht da eher die Gefahr die Nadel zu verbiegen?

  • Hallo Neo, vorab wäre es Sinnvoll zu erfahren von welcher Marke b.z.W. welchem Typ die Pistole ist denn viele von uns haben schon Erfahrungen mit billigen Pistolen gemach und könnten dann sicher mehr sagen.


    Grundsätzlich ist es aber nicht nötig die Pistole nach jedem arbeiten zum reinigen komplett zu zerlegen, in der Regel genügt es sie anständig durchzuspühlen.


    Die Nadel wird immer leicht bis zum Anschlag eingeschoben aber ohne Druck da sonst die Düse beschädigt werden kann, Schraubdüsen sind eh empfindliche Teile bei denen beim ein und Ausbau auch schnell mal das Gewinde beschädigt werden kann oder gar abbricht.


    Das erst mal vorab.


    Gruß Winfried.

  • ZU vor der 1: Ich schiebe bis zum anschlag mit gefühl
    ZU1: Nein es darf keine Farbe rauskommen wenn du nur den Hebel nch unten drückst und den druck kannst du über den Kompressor regeln fals der dafür vorgesehen ist
    ZU2: Ich nehme die Nadel nach hinten raus (nach dem groben Reinigen)
    ZU3: keine ahnung hab keine mit dem Rädchen
    ZU4: Ja die sollte fest sein und ist zum Zerlegen der Gun
    ZU5: Wieder keine Ahnung sieht aber sinnlos aus
    ZU6: Die sollten schon fest sein aber immer mit dem Gedanken nach fest kommt lose
    ZU7: Ol oder änliches sollten nicht in die Nähe seinere Farbe kommen ich Öle max das Ventiel
    ZU7; Ja das geht gut es muss aber nicht mit den Fingern gemacht werden eine Filzstifft kappe machr das auch für drn Anfang bis du sicher mit der Gun bist

  • Hallo Neo, vorab wäre es Sinnvoll zu erfahren von welcher Marke b.z.W. welchem Typ die Pistole ist denn viele von uns haben schon Erfahrungen mit billigen Pistolen gemach und könnten dann sicher mehr sagen.

    Hallo und lieben Dank für die Antworten bisher!


    Die Pistole hat keinen wirklichen Namen bzw. Marke, habe sie über eBay von WilTec gekauft, genauso wie den Kompressor (AF186). Dort läuft sie unter der Bezeichnung "180 K".


    https://ebay.us/w8pQGy
    https://www.wiltec.de/airbrush…0-3-mm-double-action.html


    Dabei 0,3er und 0,5er Düsen und Nadeln. Zusätzlich dazu sind bereits Düse und Nadel in der Pistole - welche Größe kann ich leider im Moment gar nicht sagen.

  • Eine Frage kann ich auch bereits selbst beantworten: Das Ventil unter dem Becher regelt die Luftzufuhr bzw. wenn man es zudreht kommt keine Luft mehr aus der Düse.


    Nachdem ich die Nadel jetzt auch ganz vor geschoben habe, kommt jetzt auch keine Farbe/Flüssigkeit mehr solang der Hebel nicht nach hinten gedrückt ist - es sei denn es ist noch ein Rest drin.


    Druck habe ich im Moment auf 1,4 bar.


    Eine Frage noch: Gibt es irgendwo eine kompakte Zusammenfassung bzw. "Cheat Sheet", welche Einstellungen/Aspekte (Luftdruck, Farbmenge, Viskosität/Verdünnung, Luftmenge, Düsendurchmesser, Abstand) welchen Effekt hat? Also z.B. was man tendenziell für Einstellungen für homogene Flächen wählt und welche für feine Linien etc.? Sowas hatte ich früher mal fürs Fotografieren und es hat mir geholfen den Zusammenhang von Blende, Belichtungszeit, ISO usw.. schneller zu begreifen.

  • Eine Frage noch: Gibt es irgendwo eine kompakte Zusammenfassung bzw. "Cheat Sheet",

    Hallo Neo, mir ist da jetzt keine bekannt, es sind wohl mehr Erfahrungswerte die man sich erarbeiten muss oder auch mal von anderen erfährt, Airbrush hat halt viel mit üben und Versuch und Irrtum zu tun.


    Ich hatte das mit der Nadel etwas zurückziehen zu spät gesehen sonst hätte ich dir die Antwort mit der austretenden Farbe schon eben geben können aber das hast du ja selbst entdeckt.


    Deine Pistole stammt wahrscheinlich auch aus chinesischer Produktion wie die meisten Billigpistolen die von EBay vertrieben werden und mit der Schraube unter dem Farbnapf kann man auch nicht wirklich etwas anfangen außer der Pistole die Luft abdrehen, wirklich regeln kann man nichts damit.


    Gruß Winfried.

  • Habe gestern schon mal ganz gut angefangen und ein kleineres Teil grundiert und dann mit der Pistole lackiert. Ist sehr schön und gleichmäßig geworden, was ja nicht unbedingt selbstverständlich ist.


    Habe schon "befürchtet", dass man es einfach ausprobieren muss. Übung macht wohl auch hier den Meister (oder zumindest einen Fortgeschrittenen).


    Muss mal sehen wie weit ich mit der Pistole komme. Für den Anfang ist mir was Billiges ehrlich gesagt auch lieber, weil ich dann nicht ständig Sorge haben muss ein hochwertiges Werkzeug zu ruinieren. Viele Modellbauer scheinen damit auch erstmal ganz gut klar zu kommen. Das Nächste was ich vielleicht versuche sind ein paar Highlights oder Schatten unter der eigentlichen Farbe.

  • Meinst du damit, dass sie nicht fein genug "auflöst"? Also relativ stark sprenkelt bzw. einzelne Farbpunkte sichtbar sind. Weil das Problem habe ich im Moment vor allem bei starken Kontrasten deutlich sichtbar. Soweit ich verstanden habe, muss ich dann entweder stärker verdünnen oder den Druck erhöhen. Aber das geht wohl nur bis zu einem gewissen Grad... ein wenig hat es geholfen...


    Ein weiteres Problem scheint dieser "Absperrhahn" unter dem Becher zu sein. Und zwar entweicht durch das Gewinde etwas Luft, wenn ich vorn mit einer Kappe zu machen will um zu mischen. Habe mich nämlich gewundert, warum das bei mir nicht so recht klappt. Leider kann ich den Stift auch nicht ganz herausdrehen, sonst hätte ich einen Blindstopfen drauf geschraubt. Muss irgendwie das Gewinde abdichten... und zwar so, dass es möglichst eine Reinigung übersteht.

  • Hi Neo, zum ersten ist es so das diese billigen Pistolen nicht so sauber verarbeitet sind wie die teureren Markenpistolen darum ist im Umkehrschluss auch das Spritzbild nicht so sauber.


    Man kann mit Veränderung des Drucks schon einiges erreichen aber das geht halt nur bedingt, bei zu wenig Druck fängt die Pistole irgendwann an zu spratzen und zu klecksen bei zuviel Druck bekommst du sehr leicht Spinnenbeine, den optimalen Druck bekommt man am besten auf einem Schmierblatt raus.


    Verdünnen, wie stark verdünnst du und welche Farbe verwendest du, Ich verwende in der Regel Schminke und M.ART.IN Farbe und verdünne mit des destilliertem Wasser im Verhältnis 1 zu 10 sprich 1 Teil Farbe 10 Teile Wasser.


    Was die Absperrschraube angeht, ich habe hier auch noch so ein Billigteil mit eben dieser Schraube, das diese ja keine Funktion hat außer der Pistole die Luft ab zu drehen sagte ich ja schon, ich hab sie mal rausgeholt und geschaut was es sein kann, ganz zugeschraubt kommt keine Luft mehr und die Schraube ist fest, dreht man sie nur soweit auf das wieder Luft kommt ist sie noch fest genug das keine Luft durch das Gewinde entweicht wenn ich vorn zuhalte, bei meiner Pistole lässt sich diese Schraube aber auch ganz rausdrehen.


    Gruß Winfried.

  • Danke fürs Nachschauen! Werde es mal provisorisch abdichten und schauen ob es überhaupt einen Unterschied macht.


    Bisher habe ich Tamiya Acrylfarben und welche von Vallejo probiert bzw. verwendet. Für Tamiya habe ich den X-20A Verdünner. Habe mich beim Verdünnen an Milch als Konsistenz orientiert, so dass sie am Rand von einem Becher herunter rinnt.

  • Irgendwie habe ich die China-Pistole schon kaputt gemacht. :-)


    Habe dieses Ventil bzw. den Zapfen unten herausgeschraubt (ging dann doch, allerdings kam auch noch ein kaputter Gummiring mit heraus).


    Drin sind nur zwei Löcher. In eines davon wird dann der Zapfen mit dem Gummi reingedreht und macht es damit zu. Weil ich die Öffnung nach Außen hin dauerhaft verschließen wollte, habe ich dann den vorderen Teil von dem Zapfen abgeschnitten, glatt geschliffen und mit etwas Gewindedichtband wieder eingeschraubt. Ziel war einfach nur die Öffnung zu schließen und die Luft innen zwischen den Löchern ungehindert fließen zu lassen, genau so wie es der Fall ist/war, wenn das Teil im ursprünglichen Zustand herausgedreht wird (nur, dass da eben bei mir noch etwas Luft durchs Gewinde entwichen ist).


    Wie auch immer... Ob es nun daran lag oder an etwas anderem, danach funktionierte die Pistole nicht mehr. :-(


    Alle Löcher sind frei und sauber. Luft kommt wie immer. Back Flushing geht jetzt auch wunderbar. Selbst Flüssigkeit ohne Luft (Hebel nur nach hinten) kommt auch heraus (Tröpfchen). Aber beides gleichzeitig... dann kommt nur Luft. Irgendwie nimmt die Luft die Flüssigkeit nicht mehr mit. Nadel sitzt sauber in der Düse geht auch nach hinten, wenn der Hebel gedrückt wird usw.. Bin mit meinem Latein am Ende.


    Habe auch mal testweise die 0,5er Düse inkl. Nadel eingebaut. Da sprüht es zwar wieder, aber nur in Intervallen stärker/schwächer: Pfff.... pffff... pffff... usw.


    Aus reiner Neugier habe ich das Teil ein paar Mal zerlegt, durchgeputzt und überall durchgeschaut und wieder zusammengebaut, weil ich beim besten Willen keinen technischen Grund finden kann.



    Egal... habe mir eine Evolution Silverline bestellt, nachdem ich mich jetzt mit dem China-Teil ausgetobt habe. :-)


    Trotzdem würde mich ja wirklich interessieren wo das Problem liegt...

  • Leider wird dir das wohl keiner genau sagen können, ich könnte ja mal zum Spaß mein altes Chinateil zerlegen um zu schauen ob ich eine Lösung finde hab für solche Sachen aber zu wenig Zeit.


    Schade das du dir die Silverline schon bestellt hast, hättest von mir eine gebrauchte Evolution 2 in 1 für 100,-€ haben können, die Pistole die nur ein paar mal benutzt wurde und in einwandfreiem Zustand ist biete ich nämlich gerade im Auftrag eines Freundes an.


    Die Evo ist auf jeden Fall die bessere Wahl als das Chinateil, die Erfahrung haben schon mehr hier gemacht, abhaken und weitermachen und wenn du die Evo hast immer daran denken, es ist nicht nötig sie immer komplett zum reinigen zu zerlegen, das schadet nicht nur den Chinateilen.


    Gruß Winfried.

  • Hi,


    Deine Pistole ist die berühmte Fengda 180 DB. Hat viele Namen wie Gocheer, Willteck, usw.


    Ist auch nicht sooo schlecht, vor allem sehr günstig. Teuere FineTune Exalibur hat die gleiche Bauweise, nur etwas besser verarbeitet, zbTrigger, bei Fengda ist zb Luft fast nur ja/nein.


    Für Fengda gibt es Ersatzteile, einfach nach -> Fengda Ersatzteile googeln.


    Was hast Du abgeschnitten? Den Pin von Ventil(messing)? Den Ventil kann man raus oder reinschrauben, Trigger drückt ja drauf, wenn aber nichts mehr da ist = keine Luft :-) . Versuche mit 2 Nadeln den Ventil so weit wie es geht reinzuschrauben.


    Gruß
    Ywes

  • Was hast Du abgeschnitten?

    Hallo Ywes, Was Neo wohl abgeschnitten hat ist die Schraube die unter dem Farbnapf sitzt also nicht am Luftventil unter dem Trigger, bei einem ähnlichen Chinateil, keine Fengda oder baugleich, habe ich festgestellt das diese Schraube keine Funktion hat außer ganz reingeschraubt die Luft zu unterbrechen, da bei Neo an dieser Schraube wohl Luft aus dem Gewinde ausgetreten ist wenn er die Pistole vorn zugehalten hat um Farbe zu mischen wollte er da wohl das Gewinde irgendwie abdichten.


    Gruß Winfried.

  • Ok, habe wohl falsch verstanden.
    Diese Schraube hat doch eine, sogar nützliche Funktion= Luftmenge dosieren(und ja, auch bei FineTune sifft diese Schraube). Da man mit Trigger bei China-Gun Luftmenge so gut wie gar nicht steuern kann(alles, oder nichts), haben schlaue Chinesen dieses zusätzliches Ventil verbaut :)


    Gruß
    Ywes

  • Diese Schraube hat doch eine, sogar nützliche Funktion= Luftmenge dosieren

    Hallo Ywes, das mag wohl bei der Fengda und baugleichen so sein aber bei andern Chinateilen ist diese Schraube einfach nur Fake, sieht vielleicht gut aus aber das wars dann schon, hab es ja bei meiner die auf der schlechten englischen Beschreibung übrigens den hochtrabenden Namen Royal 24 hat ja getestet, einzige Funktion, ganz zugedreht Lauf weg ab halb aufgedreht Luft da außerdem keine Reglung der Luft.


    Gruß Winfried.