Luft aus Jun Air-Kompressor riecht ölig

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    • Luft aus Jun Air-Kompressor riecht ölig

      1. Guten Tag,
      auf meiner Suche nach entsprechendem Informationen bin ich auf dieses Forum gestoßen und ich wende mich an Euch, mit der Hoffnung, dass Ihr mir etwas auf die Sprünge helfen könnt :)
      (Ich hoffe, es ist OK, wenn ich ohne weitere Umschweife zur Sache komme)

      Ich habe einen Jun Air-Kompressor überlassen bekommen. Auf dem Typenschild steht „6-m" für den Motortyp und 9,5l für das Kesselvolumen.
      Ein Bild des montierten Druckreglers mit Wasserabscheider habe ich angehängt.
      Der Kompressor funktioniert soweit leise und ohne erkennbare Probleme.
      Allerdings riecht die abgegebene Luft recht ölig.
      Und wenn ich meine Finger mit der Pistole anpuste, haftet dieser ölige Geruch auch ziemlich schnell an ihnen an und ich bilde mir ein, dass wenn ich die Fingerspitzen etwas länger anblase und sie dann aneinanderreibe, sie sich auch ganz leicht ölig anfühlen.
      Jetzt weiß ich nicht, ob das so ganz normal ist, und dass die Luft aus einem derartigen Kompressor immer leicht ölig ist/riecht, oder ob ein Wasserabscheider wie der montierte einfach nicht ausreicht und man noch einen zusätzlichen Ölfilter oder Ölabscheider benötigt.
      Über Tipps und Hinweise würde ich mich sehr freuen

      Vielen Dank schon mal :)
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    • Hallo
      Meist stellt man sich in einer neuen Runde erst mal vor.

      Dein Wasserabscheider sieht so blau aus, der wird doch nicht voll sein?
      meistens kann und soll man die entleeren durch Druck von unten.
      also wenn der Kompressor unter Druck steht, mit dem Finger von unten aufs Glas drücken.
      dann müßte Luft (und damit die Brühe) entweichen.
      ölige Luft ist nicht normal.

      Guido
    • Also der Wasserabscheuider sieht echt recht voll aus.. bitte den mal leeren :)

      Ölige Luft ist ganz schlecht..den wenn du öl mit auf dein Bild pustest bekommst du starke Haftungsprobleme (gerade bei arbeiten auf Customobjekten ganz übel). entweder ist bei deinem Kompressor öl versehentlich in die Luftkammer geraten oder ein anders Problem liegt vor.
    • Hallo und Danke erst mal :)
      Wg. kurze Vorstellung: ich komme aus dem Rhein-Maingebiet und habe ehrlich gesagt nicht sonderlich viel mit Airbrush zu tun.
      Bin gerade dabei, eine Gitarre zu lackieren und benötige dafür den Kompressor, welcher laut Eigentümer (seines Zeichens Illustrator, der aber schon längst aus berufl. Gründen auf Photoshop etc. umgestiegen ist) schon lange nicht mehr benutzt wurde.
      Für die Lackierarbeit habe ich mir so eine günstige Saugsystem-Pistole mit 0,8er Düse a la Revell besorgt; mit den „normalen" Airbrushpistolen funzt es mit der Lackfarben nicht.

      Der Wasserabscheider hat ein grünes Glas, deshalb sieht es so aus, als stünde er voller Wasser. In Wirklichkeit ist er trocken.

      Es ist jetzt nicht so, als würde Öl sichtbar vernebelt werden. Aber wie gesagt, die Luft riecht ölig. Der Besitzer kann sich nicht mehr daran erinnern, ob es schon immer so war. Allerdings hatte er nie Probleme mit der Haftung der Farben auf den Zeichenkartons, hat aber auch nur auf Karton gearbeitet und hat somit keine Erfahrung mit anderen Untergründen.
      Dass Luft aus einem ölgeschmierten Kompressor nicht nach frischer Meeresbrisen duftet, ist mir klar.
      Ein bißchen „technischer Eigengeruch" ist sicherlich auch normal. Die Frage ist halt nur, wieviel davon normal ist.
      Auf einer englischsprachigen Seite habe ich gelesen, dass es spezielle Filter (coalescing filter) gibt, wenn man vollständig saubere und ölfreie Kompressor-Luft, z.B. in Zahnlabors, benötigt.
      Diese kosten aber richtig Geld.
      Jedenfalls bestärkt mich die Existenz solcher Filter in meiner Vermutung, dass aus einem ölgeschmierten Kompressor tatsächlich nicht direkt ganz saubere Luft kommt.
      Wie gesagt: die Frage wäre, wie „nicht rein" Kompressorluft normalerweise ist.

      The post was edited 1 time, last by cbarduck ().

    • ja, mit 0,8 ist man wohl nicht mehr im Airbrushbereich.
      Hatte mich tatsächlich auch über Lackierpistolen informiert. Die benötigen allerdings deutlich mehr Liter Luft/Minute, als der Aibrushkompressor liefern kann.
      Zudem waren die besseren Lackierspritzen schlichtweg zu teuer, das hätte sich für so eine einmalige Sache nicht gelohnt.
      Ist das, was bei mir eingebaut ist:
      ebay.de/itm/SMC-EAW2000-F02/15…&LH_BIN=1&redirect=mobile

      im Grunde nicht das gleiche?

      The post was edited 3 times, last by cbarduck ().

    • will man 0,8mm durchgehend nutzen, braucht man eben die nötige Luftmenge. wieviel weiß ich nicht.
      vermutlich egal ob Airbrush oder Lackierpistole.
      schau auf der Seite mal rechts unten: Jetstream
      ich habe gelesen, sie steht den teueren in nix nach.
      h-haider.de/airbrush.htm

      den Abscheider kenne ich nicht.
      wenn aber nichts von Öl dabei steht, wirds wohl ein Wasserabscheider sein.

      Guido
    • Hallo erstmal, der Jun Air Kompressor ist ja ein Kolbenkompressor bei dem das Öl den Kolben erstens schmiert und zweitens ein leichter Ölfilm auch abdichtet, bei Kolbenkompressoren haben die Kolben wie beim Auto auch Kolbenringe bei Kompressoren meist aus einem Gummi ähnlichen Material diese können bei längerem nicht benutzen hart werden, lässt man ihn dann nach längerer Zeit wieder an können diese Ringe undicht werden und Öl kommt in die Ansaugluft.
      Hilfreich um zu erkennen wieviel Öl in der Farbe ist wäre es statt Farbe die Pistole einmal mit Wasser zu befüllen und dann auf einem saugenden Untergrund leer zu spritzen, das Öl müsste sich dann vom Wasser trennen und dann auf dem Untergrund deutlicher zu sehen sein.
      Gru0 Winfried.
    • Danke :)
      Das mit dem saugenden Untergrund und Wasser ist eine gute Idee.
      Oder einfach ordentlich in ein Glas sprühen, da müsste sich ja Öl vom Wasser noch deutlicher sichtbar trennen.

      Hier noch ein Zitat aus der besagten englisch-sprachigen Seite about-air-compressors.com/:
      "Some oil carryover into the compressed air is normal for all oil lubed reciprocating compressors. It is possible, too, that your piston ring(s) are worn to the point where a lot of oil is getting into the tank."
      Da habe ich es her, dass es normal sein soll, wenn ein kleines bißchen Öl in die komprimierte Luft bei dieser Art von Kompressoren eingetragen wird.
      (Wie Du siehst,spricht er im zweiten Satz übrigens genau das mit den Kolbenringen an, was Du auch geschrieben hast.)
      Aber genau wegen der Aussage, dass etwas (ich gehe davon aus, dass hier minimalste Mengen gemeint sind) Öl in der Luft normal sei, bin ich ja so verunsichert.
      Daher meine Hoffnung, dass mir jemand, am besten jemand, der selber einen JunAir mit ölgeschmiertem Kolben hat, sagen kann, ob ein gewisser Ölgeruch in der Luft normal ist.

      PS: wäre es denn für einen geschickten Heimwerker möglich, die Kolbenringe selber auszutauschen?
    • Spruehfix wrote:

      ich nehme an jeder der schon länger beim Airbrushen ist, hat einen ölgeschmierten Kompressor dieser Art.
      und ich kenne nur 1 Marke die sie herstellt: Werther
      die gibt es unter vielen anderen Namen.
      interessant.
      Die Jun-Air- und Werther-Kompressoren sehen sich ja wirklich sehr ähnlich.
      Auf der Jun-Air Homepage steht, dass es die Firma bereits seit 1958 gibt, von Werther heißt es, dass sie seit 40 Jahren existiert, sie ist also 20 Jahre jünger. Kann natürlich trotzdem sein, dass Werther für Jun-Air die Airbrush-Kompressoren produziert; im Grunde ist es ja auch egal.
    • cbarduck wrote:

      Oder einfach ordentlich in ein Glas sprühen, da müsste sich ja Öl vom Wasser noch deutlicher sichtbar trennen.
      Also ich denke das dies nicht so gut wäre das sich Wasser und Öl in Verbindung mit Luft unter Druck zu einer Emulsion verbinden und sich auf einer nicht saugenden Oberfläche ( Glas ) nicht so schnell wieder trennen.

      Spruehfix wrote:

      und ich kenne nur 1 Marke die sie herstellt: Werther
      Werther ist wie ich das sehe auch der Hersteller der Jun Air Kompressoren, es gab einmal eine Zeit in der es mehr Hersteller gab aber die wurden fast alle von Werther aufgekauft.

      cbarduck wrote:

      PS: wäre es denn für einen geschickten Heimwerker möglich, die Kolbenringe selber auszutauschen?
      Das Problem ist nicht so sehr das austauschen sondern eher die entsprechenden Teile zu bekommen, auch müsste man überprüfen ob die Laufbuchsen keinen Schaden genommen haben.
      Da meine linke Hand nur noch grobmotorisch einsetzbar ist traue ich mir das austauschen allein nicht mehr zu, ansonsten wäre es kein Problem.
    • danke :)

      Ich denke, das mit der Emulsion sollte kein allzu großes Problem sein. Wenn ich in ein hohes (damit nicht gleich alles herausnebelt) Glas 20-30 ml sprühe und das Ganze eine Weile stehen lasse, sollte sich die Emulsion irgendwann trennen.
      Aber ich versuche es trotzdem auch mit einer saugfähigen Unterlage.

      Im Lackierbereich eines Auto-Forums habe ich noch den Hinweis erhalten, dass man bei ölgeschmierten Kompressoren bei Lackierarbeiten auf jeden Fall noch einen Ölabscheider dazwischen hängen soll

      Und eventuell Verdünner in den Luftkessel geben soll, um eventuell dort befindliches Öl auszuwaschen.
      Da schau ich aber erst mal, was der Test mit dem Wasser ergibt.

      Zur Sicherheit kann ich ja so oder so solch einen billigen Ölabscheider:
      amazon.de/Ölabscheider-Malerei…abscheider+für+kompressor
      zwischen Pistole und Kompressor hängen
    • cbarduck wrote:

      Im Lackierbereich eines Auto-Forums habe ich noch den Hinweis erhalten, dass man bei ölgeschmierten Kompressoren bei Lackierarbeiten auf jeden Fall noch einen Ölabscheider dazwischen hängen soll
      Bei Kompressoren für Autolackierer ist ja eine wesentlich höhere Luftmenge erforderlich weshalb sie auch vom Motor her um einiges größer ausgelegt sind, da macht es schon Sinn einen Ölabscheider zwischen zu schalten, bei kleineren wie deinem ist das nicht unbedingt erforderlich.

      cbarduck wrote:

      Und eventuell Verdünner in den Luftkessel geben soll, um eventuell dort befindliches Öl auszuwaschen.
      Davon würde ich auf jeden Fall die Finger lassen, das dürfte bei den kleinen Kompressoren eher schädlich sein.

      cbarduck wrote:

      Zur Sicherheit kann ich ja so oder so solch einen billigen Ölabscheider:
      amazon.de/Ölabscheider-Malerei…abscheider+für+kompressor
      zwischen Pistole und Kompressor hängen
      Ein Problem bei Ebay oder Amizone ist das die meisten Beschreibungen vor allem wenn der Anbieter kein Deutscher ist eher nichtssagend sind, der dort gezeigte Abscheider ist auf jeden Fall ein Wasserabscheider.

      Wäller wrote:

      sorry, was ist baulich der Unterschied Öl- b.z.w. Wasserabscheider
      Der Unterschied ist die Feinheit des Filterelements, die eines Ölabscheiders sind feiner.
      Würde ich auf die Suche nach einem Ölabscheider gehen würde ich das nicht bei den vorher schon genannten gehen sondern auf die Seite eines Fachhandels für Hydraulik und Pneumatik wie zb. Hydro Bar oder mal nach anderen Googeln.
    • Wisent Winni wrote:

      Davon würde ich auf jeden Fall die Finger lassen, das dürfte bei den kleinen Kompressoren eher schädlich sein.

      jo, hatte mir die Sache nochmal genauer durch den Kopf gehen lassen und bin dann zum gleichen Entschluss gekommen.
      Ein/Das Problem ist ja, dass der Hahn für die Entleerung beim Jun-Air oben auf dem Kessel sitzt und nicht unten am Boden. Da kann man also nicht einfach Reiniger einfüllen und ihn dann einfach unten wieder ablassen. Zum Entleeren muss Druck im Kessel sein und ich denke nicht, dass es eine sonderlich gute Idee wäre, wenn er mit hochbrennbaren Lösungsmitteln gefüllt ist.
    • cbarduck wrote:

      Ein/Das Problem ist ja, dass der Hahn für die Entleerung beim Jun-Air oben auf dem Kessel sitzt und nicht unten am Boden.
      Das glaube ich auch nicht da unter dem Tank mit Sicherheit ein Luftablassventil sitzt über die überschüssige Luft abgelassen werden kann, ein Hahn um etwas in den Tank zu füllen ist völlig sinnlos.

      cbarduck wrote:

      ich denke nicht, dass es eine sonderlich gute Idee wäre, wenn er mit hochbrennbaren Lösungsmitteln gefüllt ist.
      Die Amis sind zwar schon etwas komisch drauf aber ich glaube nicht das mit dem Lösungsmittel das da beschrieben wird Aceton Alkohol oder andere leicht brennbare gemeint sind, so bekloppt sind die glaube ich auch nicht.

      Noch eine Bemerkung am Rande, die Jun Air Kompressoren sind ja alle im hochpreisigen Segment angesiedelt was für mich bedeuten würde das es sich auch lohnt in fachgerecht zu reparieren, wenn du selbst handwerklich nicht so bewandert bist, was ich ja nicht weis, würde ich das Teil jemandem in die Hände geben der Ahnung davon hat.