Aus Klarlack wird Schnee - was habe ich falsch gemacht?

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    • Aus Klarlack wird Schnee - was habe ich falsch gemacht?

      Hallo,
      ich bin grad ziemlich perplex (gelinde gesagt), hab mich inzwischen aber schon wieder beruhigt...
      Ja, fragt nicht, ihr könnt es euch denken, ich hab so eine sch... Billigpistole. Jetzt reicht es, ich geh morgen in den Laden hier und kaufe mir eine H u B Ultra um 70 €, versprochen (mehr brauche ich aber dann wirklich nicht).
      Ich weiß auch gar nicht, ob es an der Pistole lag...

      Ich hab mir gestern Abend eine 1:35 Karosserie verhaut...
      Ich habe keine Ahnung, was da passiert ist.
      Die Karosserie war (mit Revell Email und Revell Verdünner für Email) lackiert.
      Dann kam der Klarlack, ebenfalls Revell Email, klar, glänzend; Verdünnung ebenfalls mit dem Revell Email Verdünner... irgendwas zwischen 1 : 1 und 1 : 2, sodass es halt schön durch die Pistole durchging. Druck ca. 1.5 bar.

      Die erste Lage Klarlack war noch ganz normal (wobei das bei mir komischerweise nie so wirklich glänzt).
      Am Ende der zweiten Lackierung (nach ca. 1/2 Std. trocknen) dachte ich mir plötzlich "was kommt denn da für ein Dreck aus der Pistole"... die Motorhaube war richtig "angestaubt", wie mit Schnee. Ich war... naja... pfffff....
      Ich ließ den Lack wieder ca. 20 min trocknen und sah mir das dann näher an... der Belag war wirklich rauh... wie Schnee, und klebte fest auf der Lackierung.
      Ich war echt angefressen... rührte noch etwas Klarlack an und schaute, was nun passierte... aus der Pistole kamen teilweise richtige "Fäden" wie Spinnweben raus.
      Da aber die Karosserie sowieso nun schon im A... war, "zuckerte" ich das ganze Auto ein und dachte mir, schaumer mal, wie das trocken aussieht, ja eigentlich wie Schnee... ist er halt im Winter unterwegs.

      Aber: Was bitte war denn das?
      Was habe ich falsch gemacht?
      War es die Pistole?
      Warum ging die erste Lackierung normal?

      Lack und Verdünnung waren neu (Kauf 2017).

      Bitte um Aufklärung, damit mir so etwas nicht noch einmal passiert.
      Wäre mir ja fast am liebsten, wenn es an der Pistole gelegen hätte - kann ich aber fast nicht glauben.

      Danke,

      Walter


    • Ui das schaut echt böse aus. Da hilft es nix alles wieder runter und von vorne anfangen.
      Wenn die Farben auf Wasserbasis sind. Reicht oft schon Warmes Wasser und ein Schwamm zum abreiben.

      Einfach im Waschbecken unter das Wasser halten und abreiben.

      donaldsneffe wrote:

      Die Karosserie war (mit Revell Email und Revell Verdünner für Email) lackiert.
      Dann kam der Klarlack, ebenfalls Revell Email, klar, glänzend; Verdünnung ebenfalls mit dem Revell Email Verdünner... irgendwas zwischen 1 : 1 und 1 : 2, sodass es halt schön durch die Pistole durchging. Druck ca. 1.5 bar.
      In den Verdünner sind meisten Lösehaltige Flüssigkeiten drin. Das halten die billig Dichtungen nicht aus. Unter anderen kann es dann passieren das richtig große Tropen zwischen dem Düsenkopf einfach so rausqualmt.

      Zum Klarlack Lackieren ist der Druck mit 1,5 Bar sowieso viel zu Gering wenn du eine Glanzfläche haben willst muss es Nass in Nass aufgetragen werden. Also viel Farbe so viel das es gerade noch nicht verrinnt.


      Tip!

      Nachdem Lackieren mit der Dose Sofort mit einen Karton oder Behälter zudecken. So verhinderst du das viele Staub Einschlüsse entstehen.
    • Hallo Ihr,
      danke für die Antworten.

      Ja, ... die Dichtungen... das wird es wohl sein. Hab die Brush auch immer brav mit Universalverdünner durchgespült zum Reinigen ;) (und hochprozentigem Alk und Airbrushreiniger und Wasser).

      Dann werde ich mir halt eine Harder und Steenbeck Ultra kaufen, die hat lösungsmittelfeste Dichtungen und sollte das aushalten, oder? Mehr muss dann für mich glaub ich echt nicht sein, weil mein Bedarf an Airbrushen wirklich begrenzt ist... hab jetzt noch drei so kleine Karos zum Lackieren... und dann wieder ewig nichts; vielleicht mal noch ein Auto, oder einen Heli oder Flieger verschönern...

      Bin auf dem Gebiet ganz neu.
      Hatte bis jetzt erst drei kleine Auto Karos lackiert; eine bezüglich Klarlack mit der Sprühdose, was ok war (aber auch nicht super), und zwei mit mattem Klarlack, was eigentlich ziemlich gut ging.

      Ich hab ja nun auch den anderen Thread gelesen, wo steht, dass glänzend Klarlack mit der normalen Brush eigentlich nicht geht. Wie denn nun, geht gar nicht, oder?
      Ich hätte da auch noch so eine ultrabillige Single-Action Pistole (mit Glastopf unten dran), die ich jetzt zum Grundieren verwendet habe, und die dafür eigentlich ganz gut ging - würde es mit dieser eventuell gehen?
      Mit der Ultra und 2 mm Nadel brauche ich erst gar nicht probieren, was ich jetzt herausgelesen habe?
      Die gibt es ja auch noch als "Two in One" mit einer 0.4er Nadel... würde es damit gehen, oder auch nicht?
      Ich kann bezüglich Druck bis maximal etwas über 2 bar gehen.

      Oder würde es mit einer dieser coolen Aztek Pistolen gehen? Die lachen mich irgendwie sowieso an und haben Düsen bis 0.7 mm.
      Was haltet Ihr denn von diesen Aztek Pistolen? ... wie gesagt, hab keine Kunst-Ambitionen, bin nur der Lackierer... Für mich klingt das alles sehr sympathisch, v.a. das "leichte Reinigen".

      Wenn nicht, mach ich es halt mit der Spraydose ...

      Noch ne Frage: Wenn Spraydose... für was kann ich meinen Klarlack noch verwenden? Hab noch 3 1/2 Revell Email Döschen und eine volle Flasche Italieri glänzend Finish hier... nimmt man das irgendwie zum Mischen oder so?


      Danke für Eure Antworten und Eure Aufklärungsarbeit,

      Walter
    • Dosen sind normaletweise 1K und muss man nicht mischen.
      Wenn du mit der pistole klarlack machst musst du einfach darauf achten das du zwei deckende schichten machst die beide (fast) glatt aussehen. Hab noch nie versucht mit der airbrush kann mir aber nicht vorstellen das das nicht geht. Vorsicht: nicht zu viel vom klarlack, wenns läuft haste den Dreck ;) das ist wohl übungssache.
    • Hallo,
      ja... das war jetzt nicht für die "Spraydosen" gedacht.
      Die Revell Email Farben kommen in kleinen "Döschen"... nicht Flaschen.

      Bild (für Werbezwecke ;) ) von Revell geklaut:




      Ob das geht oder nicht geht (Klarlack glänzend) mit Airbrush ... versuche ich ja herauszufinden.
      Wie aus diesem Thread für mich herauszulesen ist, scheint es mit normaler Gun und normalem Kompressor nicht wirklich zu funktionieren? Wobei ich mich dann natürlich Frage, wozu der Klarlack (für Modellbauer) dann angeboten wird, da ja wohl die wenigsten die Ausrüstung, die in dem Thread genannt wird, besitzen und Klarlack Pinseln auch nicht der Bringer ist.

      Gruß,

      Walter
    • Hallo Walter,

      Ich denke die Ultra wäre die richtige Wahl.
      Harder hätte da sogar noch eine 0,6er Düse im Angebot.

      Aztek wird sicherlich gehen und es gibt auch noch eine 1,02er Düse,
      allerdings denke ich, daß für einen Anfänger die Ultra erstmal die bessere Wahl ist.
      Um die Aztekdüsen richtig sauber zu bekommen muß mann sie nämlich entgegen der Anleitung doch zerlegen.

      Gruß Dennis

      The post was edited 1 time, last by garak01 ().

    • Hi,

      garak01 wrote:

      Hallo Walter,

      Ich denke die Ultra wäre die richtige Wahl.
      ich war vorhin in dem echt netten Laden in der Burggasse in Wien um mir die Flachstrahldüsen für die Spraydose zu kaufen, falls brushen nicht funktioniert.
      War wirklich nett dort, über die Geschichte der Airbrush (Marken) bin ich jetzt aufgeklärt, und über diverse Künstler... und ja, die hab ich jetzt auch:



      ... Internetbestellen hat schon auch nen Vorteil... war dort ja nur, weil die Preise nicht teurer als im Net waren (dort angekommen sogar dann niedriger), und ich irgendwie manchmal doch den lokalen Handel unterstützen will ... grad wenn es um die nette Ladenszene in Neubau (7. Wiener Bezirk) geht; sonst kaufe ich ja inzwischen fast alles online.

      Aber ich beschwere mich nicht... ist sicher eine super Sache.
      Hab jetzt mal den großen Becher und die 0.4er Nadel montiert und werde am Abend dann mal rumprobieren, ob nicht vielleicht doch was (mit Klarlack) geht.
      Außerdem hab ich jetzt ein Werkzeug für den Rest meines Lebens (OT Ladenbesitzer Color Store Vienna); wäre mir sonst eh irgendwie peinlich, da ich sonst auch nur Knipex, Wiha, Wera, Ersa und Co. habe und den ganzen "Billigdreck" vor ein paar Jahren rausgeschmissen hab.
      Redet mir jetzt bitte aber nicht auch noch einen "gescheiten Kompressor ein" ;)

      Derweil bin ich noch nicht unglücklich, ich hoffe, das bleibt auch so nach den ersten Brush-Versuchen.


      Gruß,

      Walter
    • Hi,
      ich hab jetzt gestern Abend eine Karo mit der neuen Pistole mit Tamiya Klarlack glänzend lackiert... das geht schon deutlich besser (auch wenn noch lange nicht perfekt, ich muss üben).
      Vor allem bei den Seitenteilen (die als senkrecht stehen, Türen etc.) tu ich mir schwer, das "schwimmend, glänzend" hinzubekommen. In Anleitungsvideos machen die Leute das aber auch immer so... (ohne die Karosserien zu drehen), sonst hätte ich mir nämlich gedacht, die Karos eventuell immer auf 3 x zu lackieren (so dass jeweils auch einmal die beiden Seitenflächen parallel zur Tischoberfläche liegen).

      Die Evolution ist schon ein ganz anderes Brushgefühl...
      Was mich etwas stört: der verschraubbare Farbtopf... da kommt Farbe ins Gewinde... (also den abschraubbaren Farbtopf bzw. die Töpfe finde ich schon super, aber die Farbreste an der Grenze zwischen Topf und Pistolenkörper sind auch trotz mehrmaliger intensivster Reinigung kaum wegzubekommen... ich find trotz inzwischen Klarlacklackieren und wirklich intensivem Putzen mit Alkohol, Verdünner, Airbrushreiniger, Wasser sowie Papiertuch, Wattestäbchen, Bürsten und Wattepads immer noch irgendwo irgendwann ein bißchen Rot von der ersten Lackierung; auf den weißen Teflon-Dichtungen sieht man es besonders gut).

      Beim "Schnee" bin ich mir inzwischen nicht mehr so sicher, ob das wirklich an der billigen Pistole bzw. kaputten Dichtungen gelegen ist. Ich hab inzwischen ein paar uralte Beiträge im Internet gefunden (von Anfang des Jahrtausends), die Probleme mit "Spinnwebeneffekt" und Revell Email Klarlack beschreiben; extreme Verdünnung und hoher Druck scheinen die Gegenmittel zu sein. Wobei der Revell Email Klarlack (und nur der) in den uralten Forenbeiträgen oft als "unbrauchbar" beschrieben wird.

      Mühsam nährt sich das Eichhörnchen... ;)


      Gruß,

      Walter