"Pimp my Comp" !

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    • "Pimp my Comp" !

      Hallo liebe Freunde,

      der Ausführlichkeit halber und weil ich ja gerne mal keinen Stein so liegen lasse nur um festzustellen das alles was darunter liegt mir irgendwie bekannt vorkommt einige Begriffserklärungen vorweg. Ich "pimpe" also einen Kompressor. Nein der wird später nicht im Rotlichtbezirk seine Arbeit verrichten. ( Oder ? )

      Wo der Ausdruck herkommt dürft ihr euch "googeln" natürlich. Ich definiere es mal als Extravagant angezogen. Bevor es jetzt aber heißt der "Mitch" spinnt jetzt komplett, darf ich euch entgegen stellen das es so etwas schon gibt. Einen leistungsfähigen Doppelkompressor mit zwei separaten Druckmindererventilen. Warum. Mit zwei Pistolen arbeiten für die jeweils eine andere Druckeinstellung vorherrscht. Und dazu habe ich mir einen Revell Masterclass der ja einen 30 Liter Luftleistung Sparmax Doppelkompressor beherbergt umgebaut bzw. für meine Bedürfnisse angepasst. Natürlich kann ich immer nur mit einer Pistole arbeiten bei dieser Leistung. Mehr will ich ja nicht.















      Auf den Bildern sieht man das links der Schnellkupplungsanschluss noch fehlt. Kommt diese Woche noch dran.

      Meine Vorgabe war, das ich wechselseitig mit zwei Pistolen und zwei Farben bei unterschiedlichen Drücken arbeiten können muß. Das erspart mir nach dem anmischen der Lösemittelhaltigen Alkydharzfarben einiges an Zeit. Da der Kompressor im Wechsel mit jeweils einer Pistole genug Leistungsreserve hat bei 30 Liter Luftleistung als Doppelkompressorvariante mit Drucktank hat sich diese Lösung angeboten. Hier geht es natürlich nicht um Arbeiten mit zwei Pistolen gleichzeitig. Das würde vom einstellen der unterschiedlichen Drücke nicht passen. Ausser man fährt beide Pistolen mit gleichem Druck. Ich benötige aber links 1,6 bar und rechts 2,2 bar. Im Wechsel wie gesagt.Funktioniert prima übrigens. Somit wandern anschließend beide Pistolen ins Dowanol Bad zum reinigen. Das erspart Zeit und Aufwand. Hier nochmals Dank an den Artist-Store für die Umsetzung der Geschichte. Stefan unser technisches Gequassel ist immer wieder klasse. Selten das man mit einem Händler technische Lösungsmöglichkeiten am Telefon so erörtern kann. Hier das vorläufige Resultat.


      Weitere Details folgen nach Fertigstellung und dem obligaten Test.


      Gruß
      Mitch
      "Je tiens à remercier encore une fois les rapporteurs pour leur travail approfondi."

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    • Hmmm, erklär mir mal bitte den Vorteil. Versteh das nicht. Ich hab auch mehrere Pistolen. An allen ne Schnellkupplung. Und direkt neben meiner Staffelei den Druckminderer vom Kompressor.
      Mir verschließt sich grad der Sinn für den ganzen Aufwand??! Was hab ich davon, wenn ich bei jedem Wechsel ne halbe Sekunde Zeit einspar............
    • thommy schrieb:

      Hmmm, erklär mir mal bitte den Vorteil. Versteh das nicht. Ich hab auch mehrere Pistolen. An allen ne Schnellkupplung. Und direkt neben meiner Staffelei den Druckminderer vom Kompressor.
      Mir verschließt sich grad der Sinn für den ganzen Aufwand??! Was hab ich davon, wenn ich bei jedem Wechsel ne halbe Sekunde Zeit einspar............


      Hallo Thommy,

      dazu hole ich etwas weiter aus der Verständlichkeit halber. Es geht hier um einen Umstand der sich dem Airbrusher der wie du schreibst seine Werke Schritt für Schritt auf der Staffelei bearbeitet nicht sofort erschließt. Wenn ich mit Schmincke und Co. auf der Leinwand oder dem Karton arbeite habe ich meine Utensilien bei mir und regle den Druck je nach Bedarf so wie ich ihn gerade brauche. Nach Feierabend, etwas Wasser in die Pistole oder Airbrushreiniger und Fertig bin ich bis zum nächsten Einsatz. Fast geruchlos natürlich. Bei mir ist das etwas anders. Vorbereitung der einzelnen Arbeiten in der Modellbahn Restauration. Da kannst du dir wahrscheinlich noch nicht viel vorstellen. Das heisst das ich alte Märlin Lokomotiven restauriere die unter Umständen einige tausend Euro kosten können. "Märklin CCS 800 viereckige Lampenbügel z.B ca. 4200 - 4800,- Euro. Kaiserzug von 1908 ca. 25 000,- Euro etc. " Die Farben die ich dazu brauche werden nicht selten von Spezialisten nach Hausrezepten angemischt. Für mich heißt das das ich jedes mal alles komplett zerlegen muß. Ich muß sogar darauf achten ob die entsprechenden Farbchargen über die richtige Dichtung und das richtige Behältnis verfügen. Meist Aluminium. Selten Glas was aber auch geht. Faktoren die fatale Folgen haben können falls sich eine Dichtung auflöst und in die Farbe einmischt. Rot oder Schwarz in 30 ml pro Flasche ca. 30,- Euro. ( Ok man braucht nicht viel )

      Das ist aber nicht mein Anliegen gewesen. Sondern der Aufwand beim lackieren. Ansetzen der Mischungen. Enormer Reinigungsaufwand mit sehr teuerem Reinigungsmittel. Ich muß zügig mindestens zwei Exponate bearbeiten können. Das heisst bei Roter Linierung vorgemischt bei 1,6 bar spritzen und das nächste Exponat das die Rote Linierung schon hat und maskiert ist mit Schwarz mit 2,0 bar fertigstellen. Und im Wechsel das erste Exponat zu Ende bringen. Deshalb ist die Idee anstatt mit zwei Kompressoren mit einem einzigen zu arbeiten. Bei diesen Restaurationen wird von einem Fachgremium absoluter Wert auf das Original gelegt. Die Messlatte liegt da sehr hoch. Die Sammler lassen sich das auch was kosten. Ich mache im Vorfeld auch alle Reparaturen und Revisionen auf das Niveau des Neuzustandes. Ich selbst besitze solch teure Exponate natürlich nicht. Alles hat seine Grenzen. Und wenn es das Budget ist.

      Deshalb experimentiere ich auch viel mit der Hardware sprich dem Werkzeug. Da fällt einem einiges ein.

      Gruß
      Mitch
      "Je tiens à remercier encore une fois les rapporteurs pour leur travail approfondi."

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    • Hallo Thommy,

      ja eigentlich sehr breit gefächert. Ich mache aber solche Arbeiten nur nebenbei. Also ich bin da nicht derjenige der das Geld für solche Sammlerstücke hat oder ausgeben würde. Ist auch mehr so eine Spezialisierung im Hobbybereich. Wenn dann etwas für meinen "Werkzeugpark" übrig bleibt reicht mir das. Der Aufwand ist relativ. Man geht immer ein Stück mit. Solange sich die Ausgaben im Rahmen halten. Aber die andere Seite vom Airbrushen wäre ja auch die Tortenmalerei,Kirmesmalerei,Bodypainting und das Nageldesign. Also Airbrush ist eigentlich auch ein sehr breit gefächertes Hobby. Die Hersteller wird das freuen. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern vor 30 Jahren wo Airbrush in erster Linier in aufwändigen Harley-Davidson oder US-Car Lackierungen gesehen wurde. Da wäre das arbeiten auf einem Karton nur zu Übungszwecken in Frage gekommen. Landläufig jedenfalls. Die Staffelei war da noch etwas für Farbpalette und Pinsel.

      Ich arbeite übrigens auch auf Karton mit einer Staffelei. Da ging meine Frau anfangs davon aus ich wolle unter die Maler gehen. Ich bin da aber noch im sehr frühen Anfänger Stadium. Es macht aber sehr viel Spaß und ist gegenüber den Farben die ich sonst gewöhnt bin sehr entspannend. Ich habe ein kleines Schmincke Sortiment an Farben und was man sonst noch so benötigt. Spaß inclusive.

      Gruß
      Mitch
      "Je tiens à remercier encore une fois les rapporteurs pour leur travail approfondi."
    • Hier ein paar Bilder dazu.

      So für die welche es nicht kennen und sich wundern für was man eine Airbrush Pistole noch so braucht. Restauration alter Modellbahnen. Da darf die Pistole auch mal zeigen ob alles PTFE ist an Dichtungen. Der Umgang ist oft nicht ganz zaghaft. Es trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. Die Fabrikate die dann wirklich glänzen in dieser Disziplin sind auch für alles andere brauchbar. Nicht selten das bei einem Kollegen der Custom Painting macht die Pistole schon in die Farbe gefallen ist. Kurzes absprühen von aussen oder eintauchen in einen Wascheimer mit Lösungsmittel und weiter ging es.
























      Oben gezeigt eine Märklin HR 800 von ca. 1953. Ausgangslage wie man sieht sehr schlecht. Hier Teil Restauriert. Fertig restauriert ca. 650,- Euro wert. Interessiert ja immer einige was das bringt. Mich würde eine Lackierung ca. 150,- bis 180,- Euro kosten wenn ich das machen lasse. Da gönne ich mir lieber mal eine neue Airbrush Pistole. Und kann mich dann im anderen Teil meiner Freizeit etwas an die Staffelei setzen und üben. Oder bei Roger mal einen Kurs belegen. Hab ja zu meinen Asiaten auch noch etwas Norddeutsches Geblüt im Stall wie man sieht. :D

      Noch ein Hobby von mir.



      Gefühlte 100 Jahre Jünger auf dem Bild. Die Haarpracht ist aber immer noch die selbe. :D



      Arbeitsplatz ist überall. Und wenn das Klo in die Küche kommt. :D
      Hier lag es aber daran das die Kiste fertig werden musste für rüber nach Sturgis South Dakota. Zu Fuß durch die Black Hills wollte ich mir nicht geben.
      Der erste TÜV Prüfer meinte No-Way. Und Tschüss ! Sein Chef meinte oh Jungchen is doch ne Horex gell. Seh ich doch gleich. Ich mach das mal für dich. Der ist sogar noch mehr schlecht als recht eine Acht auf dem Hof gefahren aber hat dann ganz voller Stolz und souverän die Plakette dran geklebt. Das es ne Harley war hat er nicht mitbekommen. Sein Mädel im Büro musste alles schreiben und ausfüllen. Und wenn der Chef daneben steht wir nicht gefragt. Man ist ja vom Fach. :D




      Gruß
      Mitch
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    • Hallo Ole,

      ja das waren Zeiten. Ich war mal bei einem TÜV gewesen in den "alten" Zeiten noch da hat mich der Prüfer wirklich gefragt was er alles eintragen muß. Der war noch neu im Geschäft. Beim rausfahren stand der Auspuff mit 110 Phon Lautstärke in den Papieren. Und der breite Schlappen hinten auf der Schweden Felge. Da gab es ja noch nicht solche extremen Umbauten wie heute. :D

      Gruß
      Mitch
      "Je tiens à remercier encore une fois les rapporteurs pour leur travail approfondi."
    • thommy schrieb:

      Hmmm, erklär mir mal bitte den Vorteil. Versteh das nicht. Ich hab auch mehrere Pistolen. An allen ne Schnellkupplung. Und direkt neben meiner Staffelei den Druckminderer vom Kompressor.
      Mir verschließt sich grad der Sinn für den ganzen Aufwand??! Was hab ich davon, wenn ich bei jedem Wechsel ne halbe Sekunde Zeit einspar............
      Bei mir sieht es ähnlich aus. Ich habe in meinem Arbeitszimmer eine Druckluftringleitung installiert und den Kompressor mit 1,8 Bar eingestellt im Nebenraum stehen. Die Druckleitung ist in der Mitte durch einen Druckminderer geteilt. Links kann ich zum Beispiel Pistolen anhängen wie die H&S die gerne mal mehr Druck verträgt und rechts durch den Druckminderer kann ich dann eine anschließen die weniger Druck benötigt oder wenn es die Arbeit braucht.

      Mir kam die Idee von Mitch logisch vor, den man arbeitet ja nicht immer nur stationär oder an einer Staffelei. Wenn man mal was im Custom Bereich macht wo man nicht am gewohnten PLatz sitzt, ist diese Variante mt Sicherheit auch sehr praktisch.

      Macht auf jeden FAll immer wieder Spaß zu Fachsimpeln und neue Ideen aus zu arbeiten.

      Gruß Stefan
      Ich freue mich wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue regnet es auch.
      *Karl Valentin*

      onpage-consulting.de / www.airbrush-index.de